Torwart-Grundlagen · B-Jugend
Torwarttraining für die B-Jugend: 10 Übungen
Spielerisch und rotierend, kein Spezialistentum in der F. Hier die 10 Übungen, die für die B-Jugend freigegeben sind. Jede mit Aufbau, Ablauf, wörtlicher Kind-Erklärung, Schema-Grafik und Quelle.
- Jahrgang
- U16/U17 · 15–16 Jahre
- Spielform
- 11:11 auf dem Großfeld
- Training
- 95 Minuten · eine Ansage höchstens 15 Minuten
Positionsspezifische Ausbildung, Spielsystem und Umschaltverhalten unter Wettkampfbedingungen. Athletik wird eigenständiger Baustein: Rumpfkraft, Schnelligkeit, Sprung- und Landetechnik mit dem eigenen Körpergewicht als Vorbereitung auf Zusatzlast, die erst in der A-Jugend dazukommt. Kombinationsspiel vor dem Strafraum und Timing von Pass und Lauf brauchen viel Wiederholung.
Worauf es beim Torwarttraining für die B-Jugend ankommt
Im Leistungstraining der B-Jugend wird das Torwartspiel positionsspezifisch: Strafraumbeherrschung, lange Bälle hinter der Kette abfangen, Kommandos an die Vordermannschaft. Der Torwart organisiert jetzt hörbar die Abwehr, und genau das lässt sich nur in Spielformen mit echter Kulisse trainieren, nicht in der Einzelecke.
- Freistöße verteidigen: Mauer, Torwart, Kette
- Abwurf und schneller Konter
- Torwart coacht die Abwehr
- Torwart hinter der hohen Kette
- Spielaufbau von hinten
- Torwart: Flanken abfangen und herauslaufen
- 11 gegen 11 mit Grundordnung
- Torwart: Spielaufbau und lange Bälle
- 11 gegen 11 unter Wettkampfbedingungen
- Torwart im 1 gegen 1
Fertige Einheit dazu
Komplettes Training mit rotem Faden, in dem das Torwarttraining den Hauptteil trägt. Zum Ausdrucken für den Platz.
So baust du das Torwarttraining für die B-Jugend in die Einheit ein
Torwart hinter der hohen Kette, lange Bälle, Strafraumbeherrschung: Die Aufgaben der B-Jugend sind Spielaufgaben und lassen sich nur in Spielformen trainieren. Der Torwart hat pro Woche einen eigenen Technikblock, also Flugbälle, 1 gegen 1, Fausten, und ist in jeder Spielform ein bewerteter Spieler: Wie hoch steht er hinter der Kette, wann kommt er, wie klar sind seine Kommandos.
Athletik: Sprungkraft, Reaktion und Rumpfstabilität mit dem eigenen Körpergewicht. Zusatzlast im Krafttraining kommt erst in der A-Jugend. Die Sprünge werden jetzt mehr und höher, deshalb gehört das Landen genauso ins Training wie das Abspringen.
Kurze Videoanalyse lohnt sich ab hier: ein Handyclip der Spielform, drei Szenen, und der Torwart erklärt selbst, was er gesehen und warum er sich so entschieden hat. Das trainiert das Spielverständnis mehr als jede Ansage vom Rand.
Torwartblock in 25 Minuten
- 5 Minuten Aufwärmen: Mobilität, Fangen aus kurzer Distanz, Fallen zu beiden Seiten.
- 6 Minuten Flugbälle und Fausten unter Bedrängnis: Flanke mit zwei Gegnern im Fünfmeterraum, fangen wenn frei, fausten wenn nicht.
- 7 Minuten Höhe hinter der Kette: Die Kette steht auf Höhe der Mittellinie, lange Bälle dahinter, der Torwart läuft ab oder bleibt. Vorher sagt er an, was er tut.
- 7 Minuten Kommandos in der Spielform: 6 gegen 6 im Halbfeld, der Torwart bekommt Punkte für jede klare Ansage, die Kette für jede Reaktion darauf.
Typische Fehler im Torwarttraining für die B-Jugend
Der Torwart trainiert isoliert
Torwarttrainer und Torwart in der einen Ecke, die Mannschaft in der anderen. Was der Torwart in der B lernen muss, Kommandos, Höhe hinter der Kette, Timing beim Herauslaufen, gibt es nur mit echter Kulisse. Mindestens die Spielformen finden gemeinsam statt.
Nur Paraden zählen
Bewertet wird der gehaltene Ball, nicht die Ansage davor. Dabei entscheidet die Ansage, ob überhaupt ein Schuss kommt. In der Übung „Chef im Strafraum" wird die Ansage benotet, die Parade ist Zugabe.
Kein zweiter Torwart
Ein Torwart je Mannschaft heißt: kein Wettbewerb, kein Wechsel, kein Plan bei Verletzung. Zwei Torhüter, die sich im Training gegenseitig fordern, sind besser für beide.
Standards ohne Torwart
Beim Freistoß gegen die eigene Mannschaft stellt der Torwart die Mauer und deckt die Ecke, beim Eckball organisiert er die Zuordnung. Wer Standards nur mit den Feldspielern übt, lässt den wichtigsten Organisator draußen.
Ansagen für den Platz
- „Ich hab ihn!", bevor der Ball ankommt.
- „Weg!" heißt klären, sofort.
- „Halten!" heißt Linie halten.
- „Rechts übernehmen!" nennt Seite und Auftrag.
Häufige Fragen zum Torwarttraining für die B-Jugend
Wie hoch soll der Torwart hinter einer hohen Kette stehen?
So hoch, dass er einen langen Ball hinter die Kette vor dem Angreifer erreicht, und so tief, dass ein Heber aus 30 Metern nicht über ihn geht. Die Höhe hängt vom Ballbesitz ab: Gegner mit Kopf unten, Torwart tiefer; Gegner unter Druck, Torwart höher.
Welche Kommandos soll ein Torwart geben?
Kurz, laut, eindeutig. „Weg!" heißt klären, „Halten!" heißt Linie halten, „Rechts übernehmen!" nennt die Seite und den Auftrag. Ein Kommando ist ein Befehl, keine Meinung.
Wie viel Torwarttraining pro Woche in der B-Jugend?
Ein eigener Technikblock von 20 bis 30 Minuten, dazu die Spielformen mit der Mannschaft und Standards. Mehr Einzeltraining bringt nur etwas, wenn die Grundtechnik sitzt.
Wie bereitet man den Torwart auf Standards vor?
Mit der Mannschaft, in der Übung „Freistöße verteidigen": Der Torwart stellt die Mauer und sagt die Mannzahl an, die Kette hält die Linie, der zweite Ball wird geklärt. Danach der Wechsel auf Eckbälle mit fester Zuordnung.
Darf ein B-Jugend-Torwart schon mit Gewichten trainieren?
Sprungkraft und Rumpf mit dem eigenen Körpergewicht, ja. Hanteln, Gewichtswesten und Maschinen erst ab der A-Jugend, und dort unter Anleitung.
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