Zur App

Fertige Einheit · D-Jugend

Technik unter Druck

D-Jugend · 60 Minuten · Thema: Annahme unter Gegnerdruck

60Minuten
5Blöcke
11–16Kinder

Das Aufbautraining beginnt: Der erste Kontakt entscheidet jetzt unter echtem Druck. Annehmen mit dem Gegner im Rücken, mitnehmen ins Tempo, im Positionsspiel anwenden. Beidfüßig, mit Schulterblick vor dem Ball.

Tausche Blöcke, kürze Zeiten, pass die Gruppengrößen an deine Kinder an. In der App wird die Einheit zum frei änderbaren Plan.

Ablauf der Einheit

ZeitTrainingsteilÜbungDauer
0–10AnkommenRondo 5 gegen 210 min
10–20SchwerpunktAnnahme mit Rücken zum Gegner10 min
20–30SchwerpunktMitnahme ins Tempo
Variante: Mit Gegner
10 min
30–50SpielformenPositionsspiel 4 gegen 4 plus 320 min
50–60AbschlussspielFreies Abschlussspiel
Variante: Bonusregel
10 min

Material: 18 Hütchen · 12 Leibchen · ein Ball je Kind · 8 Markierteller

Zwei Minitore reichen, Zieltore an den Stationen aus Hütchen.

Warum so aufgebaut

Am Ende des goldenen Lernalters wird Technik unter Zeit- und Gegnerdruck gefestigt; darum hat jeder Block einen echten Gegner im Rücken oder in der Nähe, gestuft von passiv bis bissig. Das Positionsspiel ist die Situation, in der die D-Jugend die Annahme mit Rücken zum Gegner im 9 gegen 9 tatsächlich braucht.

Weniger oder mehr Kinder: Unter 12: 4 gegen 4 plus 3 mit zwei Neutralen (Variante „Zwei Neutrale“). Über 16: Positionsspiel auf zwei Feldern.

Einheit in der App öffnen

Diese Einheit wird in der App zum Plan mit Timer: jeder Block tauschbar, jede Zeit anpassbar, am Platz Block für Block geführt.

Einheit in der App öffnen

Läuft im Browser · kein Store · zum Start kostenlos

Die Übungen im Einzelnen

Passspiel unter echtem Druck plus erste Pressing-Schule: zu zweit jagen statt einzeln rennen.

Aufbau

  1. Feld von zehn mal zehn Metern, fünf Außenspieler verteilen sich am Rand.
  2. Zwei Verteidiger mit Leibchen in der Mitte.

Ablauf

  1. Die fünf halten den Ball, maximal drei Kontakte je Station.
  2. Gassenpass zwischen den beiden Verteidigern hindurch: doppelter Punkt.
  3. Eroberung: Der Passgeber des Fehlpasses und sein Nachbar übernehmen als neue Jäger.
  4. Die Jäger jagen als Paar: Einer attackiert den Ball, der zweite verstellt die Gasse.
So erklärst du es den Kindern

„Fünf gegen zwei klingt einfach, ist es aber nur, wenn ihr euch bewegt. Der Königspass ist der durch die Gasse zwischen beiden Jägern: Er zählt doppelt. Und ihr zwei in der Mitte: Jagt zusammen, nicht jeder für sich!“

Darauf achtest du: Das Dreieck hinter dem Ballbesitzer coachen: Immer zwei Anspielstationen offen halten. Für die Jäger: Der erste läuft an, der zweite sichert die Gasse. Die Rollen wechseln fließend. Körperstellung vor der Annahme: offen zur Feldmitte, nicht mit dem Rücken zum Geschehen.

Umbau: Aus jedem Rondofeld eine Station: Passgeber, Empfänger mit Rücken zum Verteidiger, zwei Hütchentore dahinter. Vier Stationen für 16, Rotation nach jeder Aktion.

Die Annahme unter echtem Gegnerdruck: Technik wird hier erst zur Fähigkeit.

Aufbau

  1. Je Station: Passgeber, Empfänger mit dem Rücken zu einem Verteidiger, zwei Zieltore hinter dem Verteidiger.
  2. Abstand Passgeber–Empfänger etwa 10 Meter, Verteidiger direkt hinter dem Empfänger.

Ablauf

  1. Der Passgeber spielt scharf in den Fuß.
  2. Der Empfänger schaut vor der Annahme über die Schulter: Steht der Verteidiger eng, prallt er zurück; steht er weit, dreht er auf und dribbelt durch ein Tor.
  3. Der Verteidiger variiert selbst: mal eng, mal auf Abstand.
  4. Nach sechs Aktionen rotieren die Rollen.
So erklärst du es den Kindern

„Du bekommst den Ball mit dem Rücken zum Gegner. Bevor er kommt: einmal über die Schulter schauen. Ist der Gegner dran, spielst du zurück. Hat er Abstand, drehst du auf und gehst durch. Erst schauen, dann entscheiden.“

Darauf achtest du: Der Kern ist der Schulterblick vor dem Pass, nicht während der Annahme. Beim Aufdrehen den Ball mit dem gegnerfernen Fuß mitnehmen und den Körper dazwischenbringen. Verteidiger anhalten, wirklich zu variieren, sonst wird die Entscheidung auswendig gelernt.

Umbau: Die Stationen bleiben, der Verteidiger rückt einen Schritt zurück und die Zieltore acht Meter seitlich versetzt; jetzt wird nicht aufgedreht, sondern mit dem ersten Kontakt beschleunigt.

Die erste Berührung als Tempogewinn nutzen statt als Zeitverlust.

Aufbau

  1. Je Station: Passgeber, Annehmer und zwei Zieltore seitlich versetzt in etwa 8 Metern.
  2. Mehrere Stationen parallel.

Ablauf

  1. Der Passgeber spielt scharf zum Annehmer.
  2. Kurz vor der Annahme ruft er ein Zieltor: links oder rechts.
  3. Der Annehmer nimmt den Ball so mit, dass er sofort Richtung Ziel beschleunigt.
  4. Nach fünf Wiederholungen Rollentausch.

Variante: Mit Gegner

Ein Verteidiger startet zeitgleich mit dem Pass. Die Mitnahme muss weg vom Gegner erfolgen.

So erklärst du es den Kindern

„Der Ball soll nicht stehen bleiben. Nimm ihn gleich mit dem ersten Kontakt in die Richtung mit, in die du willst. So gewinnst du Zeit. Und schau vorher hin, damit du weißt, wo du hinwillst.“

Darauf achtest du: Die erste Berührung entscheidet: Sie soll den Ball schon in Laufrichtung legen. Ansage bewusst spät geben, damit eine echte Entscheidung entsteht. Scharf zuspielen lassen. Ein weicher Pass macht die Aufgabe wertlos.

Umbau: Die Stationen räumst du auf ein Quadrat 20 × 20 zusammen, zwei Vierer im Feld, ein Neutraler innen, zwei außen. Übrige holen Bälle und tauschen jede Minute mit den Neutralen.

Ballbesitz in Überzahl mit Dreiecken und dem Spiel über den Dritten sichern.

Aufbau

  1. Quadrat von etwa 20 × 20 Metern.
  2. Zwei Teams zu je vier im Feld, ein neutraler Spieler innen, zwei neutrale an gegenüberliegenden Außenlinien.

Ablauf

  1. Das Team am Ball versucht, den Ball zu halten; die Neutralen spielen immer mit.
  2. Zehn Pässe in Folge ergeben einen Punkt.
  3. Bei Ballgewinn wechselt die Aufgabe sofort, kein Neustart.
  4. Neutrale nach jeweils drei Minuten tauschen.
So erklärst du es den Kindern

„Ihr habt immer sieben gegen vier: Die drei Neutralen sind bei euch, solange ihr den Ball habt. Nutzt das: Bildet Dreiecke, sucht den freien Mann, spielt über den Dritten. Zehn Pässe sind ein Punkt.“

Darauf achtest du: Auf Dreiecke achten: Der Ballführende braucht immer zwei Optionen. Den inneren Neutralen anspielen und sofort weiterspielen lassen: Spiel über den Dritten. Umschalten bei Ballgewinn sofort einfordern.

Umbau: Ein halbes Feld, zwei große Tore. Bonusregel ansagen, dann schweigen: Tor zählt doppelt, wenn der Schütze den Ball mit Gegner im Rücken angenommen hat.

Das Training mit freiem Spiel beenden, jedes Mal, unabhängig von Material und Platz.

Aufbau

  1. Feld so groß wie der Platz hergibt. Faustregel: je Kind auf dem Feld etwa 5 x 5 Meter, also 25 x 20 Meter für 4 gegen 4, ein halbes Feld für 7 gegen 7.
  2. Tore an die Stirnseiten: große Tore mit Torwart, Minitore ohne Torwart oder je zwei Hütchen als Tor.
  3. Teams so bilden, dass die Kinderzahl passt: F-Jugend 3 bis 5 je Team, E-Jugend 5 bis 7, ab D auch größer.
  4. Bei mehr Kindern als zwei Teams: zwei Felder nebeneinander oder ein drittes Team, das nach je 4 Minuten einwechselt.

Ablauf

  1. Freies Spiel ohne besondere Regel: Einwurf oder Einrollen nach Wahl, kein Abseits im Kinderfußball.
  2. Bei großen Toren wechselt der Torwart alle 4 bis 5 Minuten, damit jedes Kind einmal ins Tor kommt.
  3. Durchspielen lassen. Unterbrechen nur bei Verletzung oder wenn ein Team hoffnungslos abgehängt ist. Dann Teams neu mischen.
  4. Die letzten zwei Minuten ansagen: „Nächstes Tor gewinnt" hält alle bis zum Schluss dabei.

Variante: Bonusregel

Eine Regel aus dem Hauptteil: Tor zählt doppelt nach Zuspiel, nach Dribbling am Gegner vorbei oder wenn alle Feldspieler in der gegnerischen Hälfte sind.

So erklärst du es den Kindern

„Zum Schluss spielen wir richtig Fußball: zwei Mannschaften, zwei Tore, kein Trainer dazwischen. Ihr entscheidet selbst. Los!“

Darauf achtest du: So wenig wie möglich coachen. Wenn überhaupt, dann kurz loben, was aus dem Hauptteil zu sehen ist. Teams ausgeglichen zusammensetzen und selbst einteilen, Kinder nie wählen lassen. Wenn ein Schwerpunkt aus dem Hauptteil wichtig war: eine einzige Bonusregel geben, zum Beispiel doppelte Tore nach einem Pass. Bei Hütchentoren zählt ein Tor nur unter Kniehöhe, sonst wird geschossen statt gespielt.

Alle fertigen Einheiten für die D-Jugend · Alle Übungen für die D-Jugend

NachwuchscoachDiese Einheit als Plan mit Timer in der App:nachwuchscoach.de/einheiten/einh-d-technik-druck/
Scannen und in der App öffnen