Freies Abschlussspiel
Das Spiel zum Schluss, das immer geht: zwei Teams, zwei Tore – große Tore, Minitore oder Hütchentore, je nachdem, was da ist. Feld und Teamgröße richten sich nach Platz und Kinderzahl.
- Ziel
- Das Training mit freiem Spiel beenden – jedes Mal, unabhängig von Material und Platz.
- Dauer
- 10–30 Minuten
- Kinder
- 4–24
- Material
- Bälle; Tore nach Verfügbarkeit (große Tore, Minitore oder vier Hütchen als Tore); Leibchen, falls vorhanden
- Platz
- kleines Feld (30 × 20 m) · Rasen, Kunstrasen, Asche, Halle
- Phase
- Abschlussspiel
Aufbau
- Feld so groß wie der Platz hergibt – Faustregel: je Kind auf dem Feld etwa 5 x 5 Meter, also 25 x 20 Meter für 4 gegen 4, ein halbes Feld für 7 gegen 7.
- Tore an die Stirnseiten: große Tore mit Torwart, Minitore ohne Torwart oder je zwei Hütchen als Tor.
- Teams so bilden, dass die Kinderzahl passt: F-Jugend 3 bis 5 je Team, E-Jugend 5 bis 7, ab D auch größer.
- Bei mehr Kindern als zwei Teams: zwei Felder nebeneinander oder ein drittes Team, das nach je 4 Minuten einwechselt.
Ablauf
- Freies Spiel ohne besondere Regel – Einwurf oder Einrollen nach Wahl, kein Abseits im Kinderfußball.
- Bei großen Toren wechselt der Torwart alle 4 bis 5 Minuten, damit jedes Kind einmal ins Tor kommt.
- Durchspielen lassen. Unterbrechen nur bei Verletzung oder wenn ein Team hoffnungslos abgehängt ist – dann Teams neu mischen.
- Die letzten zwei Minuten ansagen: „Nächstes Tor gewinnt" hält alle bis zum Schluss dabei.
So erklärst du es den Kindern
„Zum Schluss spielen wir richtig Fußball – zwei Mannschaften, zwei Tore, kein Trainer dazwischen. Ihr entscheidet selbst. Los!"
Darauf achtest du
- So wenig wie möglich coachen. Wenn überhaupt, dann kurz loben, was aus dem Hauptteil zu sehen ist.
- Teams ausgeglichen zusammensetzen und selbst einteilen – Kinder nie wählen lassen.
- Wenn ein Schwerpunkt aus dem Hauptteil wichtig war: eine einzige Bonusregel geben, zum Beispiel doppelte Tore nach einem Pass.
- Bei Hütchentoren zählt ein Tor nur unter Kniehöhe – sonst wird geschossen statt gespielt.
Typische Stolpersteine
- Das Abschlussspiel bei Zeitmangel streichen – lieber vorher kürzen, es ist der wichtigste Teil für die Kinder.
- Ständiges Unterbrechen und Erklären.
- Zu großes Feld bei kleinen Teams: dann laufen alle nur, und der Ball ist selten in Bewegung.
Varianten
Kleines Feld · Weniger Kinder
Bei 4 bis 7 Kindern 2 gegen 2 oder 3 gegen 3 auf Minitore oder Hütchentore, Feld etwa 20 x 15 Meter.
Zwei Felder · Mehr Kinder
Ab 12 Kindern zwei Felder nebeneinander, damit alle gleichzeitig spielen. Nach der Hälfte der Zeit die Felder tauschen.
Wettspielformat · Variante
So spielen wie am Wochenende: F 5 gegen 5 mit Torwart auf große Tore, E 7 gegen 7, D 9 gegen 9 – wenn Platz und Kinderzahl es hergeben.
Bonusregel · Variante
Eine Regel aus dem Hauptteil: Tor zählt doppelt nach Zuspiel, nach Dribbling am Gegner vorbei oder wenn alle Feldspieler in der gegnerischen Hälfte sind.
Warum diese Übung wirkt
Das freie Spiel am Ende ist fester Bestandteil jeder Trainingseinheit im DFB-Konzept – es überträgt die Inhalte des Hauptteils in die echte Spielsituation und ist für die Kinder der Höhepunkt. Deshalb muss es unabhängig von Material und Platz immer planbar sein: Die Kinderfußball-Reform sieht ausdrücklich Hütchen- und Minitore vor, große Tore sind kein Muss.
Quellen
- DFB-Ausbildungskonzeption, F-Junioren – DFB-Akademie (Verbands-Konzeption)
- DFB-Kinderfußball-Reform – DFB, 2024 (Verbands-Konzeption)
- Rotationsprinzip statt Spezialisierung – DFB, 2024 (Verbands-Konzeption)
Trainingsplan in zwei Minuten
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