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Fertige Einheit · E-Jugend

Der Einwurf kommt neu

E-Jugend · 60 Minuten · Thema: Standards: Einwurf

60Minuten
5Blöcke
6–14Kinder

In der E kommt der Einwurf ins Wettspiel. Diese Einheit macht ihn vom ersten Tag an zur Chance statt zur Fehlerquelle: Technik als Zielwerfen, Anbieten in der Gruppe, dann ein Spiel, in dem jeder Ball im Aus zählt. Zum Schluss das freie Spiel mit Bonus für Tore nach Einwurf.

Tausche Blöcke, kürze Zeiten, pass die Gruppengrößen an deine Kinder an. In der App wird die Einheit zum frei änderbaren Plan.

Ablauf der Einheit

ZeitTrainingsteilÜbungDauer
0–10AnkommenRondo: Balljagd im Kreis10 min
10–20SchwerpunktEinwurf-Zielwerfen10 min
20–30SchwerpunktEinwurf richtig nutzen10 min
30–50SpielformenEinwurf-Spiel mit Bonus20 min
50–60AbschlussspielFreies Abschlussspiel
Variante: Bonusregel
10 min

Material: 8 Hütchen · 8 Leibchen · 2 Minitore · ein Ball je Kind · ein Reifen je Paar · 8 Markierteller

Zwei Minitore reichen, das Einwurf-Spiel läuft mit einem Tor je Seite.

Warum so aufgebaut

Der Einwurf kommt in der E erstmals ins Wettspiel und ist die häufigste Standardsituation, die niemand übt; darum bekommt er Technik, Gruppenlösung und Spielform in dieser Reihenfolge. Die Bonusregel im Abschlussspiel prüft, ob das Anbieten unter echten Bedingungen bleibt.

Weniger oder mehr Kinder: Unter 10: Einwurf-Spiel als 4 gegen 4 auf einem Feld. Über 14: beim Einwurf-Spiel zwei Felder, im Abschlussspiel drittes Team im Wechsel.

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Diese Einheit wird in der App zum Plan mit Timer: jeder Block tauschbar, jede Zeit anpassbar, am Platz Block für Block geführt.

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Die Übungen im Einzelnen

Erste Rondo-Erfahrung ohne Taktikvortrag: sauberer Innenseitpass und die Entscheidung, wohin.

Aufbau

  1. Kreise mit sechs bis acht Metern Durchmesser markieren, je fünf bis sieben Kinder außen.
  2. Ein Jäger mit Leibchen in der Mitte; bei vielen Kindern mehrere Kreise parallel.

Ablauf

  1. Die Außenspieler passen sich den Ball flach zu, der Jäger versucht ihn zu berühren.
  2. Berührt der Jäger den Ball oder geht er ins Aus: Der Passgeber wird neuer Jäger.
  3. Der Wechsel läuft über das Abklatsch-Ritual: kein Diskutieren, sofort weiter.
  4. Nach ein paar Minuten: direkte Rückpässe verbieten, das öffnet den Blick für den dritten Mann.
So erklärst du es den Kindern

„Ihr seid die Ballbesitzer, in der Mitte lauert der Jäger. Passt euch den Ball flach zu. Wer den Fehler macht, klatscht ab und jagt selbst. Kein Drama: Jeder ist mal Jäger.“

Darauf achtest du: Innenseite, flach, mit Tempo. Ein weicher Pass lädt den Jäger ein. Vor der Annahme über die Schulter schauen lassen: Wo ist der Jäger gerade? Das Abklatsch-Ritual konsequent halten. Es macht den Fehler zur normalen Sache.

Umbau: Die Rondokreise bleiben als Orientierung, die Paare stellen sich sechs bis acht Meter auseinander, zwischen ihnen ein Reifen oder ein Hütchenquadrat. Eine Linie mit Tellern ist die Auslinie.

Den Einwurf regelgerecht und als ersten Pass begreifen, nicht als lästige Pflicht.

Aufbau

  1. Paare stehen sich im Abstand von sechs bis acht Metern gegenüber.
  2. Zwischen ihnen liegt ein Reifen als Zielzone, seitlich markiert eine Linie die Auslinie.

Ablauf

  1. Beide Füße am Boden, Ball hinter dem Kopf, Wurf über den Kopf. Jeder Wurf zielt in den Reifen.
  2. Treffer in den Reifen: ein Punkt. Direkt auf den Fuß des Partners: zwei Punkte.
  3. Der Partner nimmt an, dribbelt einmal um den Reifen und wirft zurück.
  4. Nach zehn Würfen Abstand vergrößern oder Zielzone verkleinern.
So erklärst du es den Kindern

„Der Einwurf ist ein Geschenk: Ihr dürft den Ball mit den Händen ins Spiel bringen! Aber nur, wer richtig wirft (beide Füße unten, Ball hinterm Kopf), darf Punkte sammeln. Zielt genau: Reifen ein Punkt, Fuß vom Partner zwei.“

Darauf achtest du: Auf beide Füße am Boden achten: Das Anheben der Ferse ist der häufigste Regelverstoß. Wurf aus dem ganzen Körper zeigen: Bogenspannung statt reiner Armkraft. Zielen vor Weite: Ein kurzer, genauer Einwurf ist mehr wert als ein weiter ins Nichts.

Umbau: Die Reifen raus, aus der Auslinie wird die Seitenlinie eines Feldes 20 × 12. Gruppen zu drei bis vier, einer wirft, die anderen bieten sich an.

Einwürfe regelgerecht ausführen und als echte Chance nutzen statt sie zu verschenken.

Aufbau

  1. Eine Seitenlinie markieren, davor ein Feld von etwa 20 x 12 Metern.
  2. Gruppen zu drei bis vier Kindern bilden.

Ablauf

  1. Zuerst die Technik: beide Füße am Boden, Ball mit beiden Händen über den Kopf.
  2. Jedes Kind wirft fünfmal, die anderen korrigieren gegenseitig.
  3. Dann mit Anbieten: Zwei Mitspieler laufen sich frei, einer wird angespielt.
  4. Zum Schluss mit einem Verteidiger. Schnelle Ausführung wird belohnt.
So erklärst du es den Kindern

„Beim Einwurf gibt es drei Regeln: Beide Füße bleiben am Boden, der Ball kommt mit beiden Händen von hinten über den Kopf. Und ganz wichtig: Ihr anderen müsst euch bewegen, sonst kann er niemanden anspielen!“

Darauf achtest du: Die drei Regeln kurz und klar nennen, dann sofort ausprobieren lassen. Das Anbieten ist wichtiger als die Technik. Ein perfekter Einwurf ins Nichts bringt nichts. Schnelle Ausführung belohnen: Der beste Einwurf kommt, bevor der Gegner sortiert ist.

Umbau: Feld auf 25 × 20 ziehen, Seitenlinien deutlich mit Hütchen, je Team ein Minitor. Die Bonusregel einmal vormachen, dann nur noch die Einwürfe coachen.

Den Einwurf unter echten Spielbedingungen ausführen und als Chance begreifen.

Aufbau

  1. Feld etwa 25 x 20 Meter mit deutlich markierten Seitenlinien.
  2. Je Team zwei Minitore oder ein Tor je Seite, wie beim gewohnten Abschlussspiel.

Ablauf

  1. Freies Spiel; jedes Seitenaus wird mit regelgerechtem Einwurf fortgesetzt.
  2. Bonus: Fällt nach dem Einwurf binnen drei Pässen ein Tor, zählt es doppelt.
  3. Falscher Einwurf wechselt das Einwurfrecht, wie im Wettspiel.
  4. Alle Kinder sollen einwerfen; wer lange nicht dran war, wirft den nächsten.
So erklärst du es den Kindern

„Heute ist der Einwurf euer Geheimtrick: Wenn nach eurem Einwurf schnell ein Tor fällt, zählt es doppelt! Also nicht einfach irgendwohin werfen: Überlegt, wer frei ist.“

Darauf achtest du: Vor dem Einwurf kurz einfrieren lassen: Wer bietet sich an? Wohin lohnt der Wurf? Mitspieler coachen, sich für den Einwerfenden freizulaufen. Der Wurf ist nur so gut wie das Angebot. Regelverstöße ruhig korrigieren, nicht bestrafen: Wiederholung statt Ballverlust in den ersten Runden.

Umbau: Feld auf 40 × 28 ziehen, Tore bleiben, die Seitenlinien bleiben markiert. Bonusregel: Ein Tor innerhalb von zehn Sekunden nach einem Einwurf zählt doppelt.

Das Training mit freiem Spiel beenden, jedes Mal, unabhängig von Material und Platz.

Aufbau

  1. Feld so groß wie der Platz hergibt. Faustregel: je Kind auf dem Feld etwa 5 x 5 Meter, also 25 x 20 Meter für 4 gegen 4, ein halbes Feld für 7 gegen 7.
  2. Tore an die Stirnseiten: große Tore mit Torwart, Minitore ohne Torwart oder je zwei Hütchen als Tor.
  3. Teams so bilden, dass die Kinderzahl passt: F-Jugend 3 bis 5 je Team, E-Jugend 5 bis 7, ab D auch größer.
  4. Bei mehr Kindern als zwei Teams: zwei Felder nebeneinander oder ein drittes Team, das nach je 4 Minuten einwechselt.

Ablauf

  1. Freies Spiel ohne besondere Regel: Einwurf oder Einrollen nach Wahl, kein Abseits im Kinderfußball.
  2. Bei großen Toren wechselt der Torwart alle 4 bis 5 Minuten, damit jedes Kind einmal ins Tor kommt.
  3. Durchspielen lassen. Unterbrechen nur bei Verletzung oder wenn ein Team hoffnungslos abgehängt ist. Dann Teams neu mischen.
  4. Die letzten zwei Minuten ansagen: „Nächstes Tor gewinnt" hält alle bis zum Schluss dabei.

Variante: Bonusregel

Eine Regel aus dem Hauptteil: Tor zählt doppelt nach Zuspiel, nach Dribbling am Gegner vorbei oder wenn alle Feldspieler in der gegnerischen Hälfte sind.

So erklärst du es den Kindern

„Zum Schluss spielen wir richtig Fußball: zwei Mannschaften, zwei Tore, kein Trainer dazwischen. Ihr entscheidet selbst. Los!“

Darauf achtest du: So wenig wie möglich coachen. Wenn überhaupt, dann kurz loben, was aus dem Hauptteil zu sehen ist. Teams ausgeglichen zusammensetzen und selbst einteilen, Kinder nie wählen lassen. Wenn ein Schwerpunkt aus dem Hauptteil wichtig war: eine einzige Bonusregel geben, zum Beispiel doppelte Tore nach einem Pass. Bei Hütchentoren zählt ein Tor nur unter Kniehöhe, sonst wird geschossen statt gespielt.

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