Fertige Einheit · Bambini / G-Jugend
Der Ball wird Freund
Bambini / G-Jugend · 60 Minuten · Thema: Ballgewöhnung
Erste Freundschaft mit dem Ball: anfassen, rollen, tragen, tricksen und schießen. Jedes Kind hat die ganze Zeit einen eigenen Ball, bis zum freien Spiel am Ende. Niemand wartet, niemand scheidet aus.
Ablauf der Einheit
| Zeit | Trainingsteil | Übung | Dauer |
|---|---|---|---|
| 0–10 | Ankommen | Der Ball gehört mir | 10 min |
| 10–15 | Ankommen | Ampelspiel mit Ball | 5 min |
| 15–25 | Schwerpunkt | Zaubertricks mit dem Ball | 10 min |
| 25–35 | Spielformen | Ritter und Drachen | 10 min |
| 35–45 | Spielformen | Jeder für sich auf vier Tore | 10 min |
| 45–60 | Abschlussspiel | Freies Abschlussspiel | 15 min |
Material: 8 Hütchen · 8 Leibchen · 4 Minitore · ein Ball je Kind
Warum so aufgebaut
Bambini spielen nebeneinander, nicht miteinander; deshalb hat jedes Kind in vier von fünf Blöcken einen eigenen Ball, und die Spielformen kommen ohne Teamaufgabe aus. Kein Block ist länger als fünfzehn Minuten, und innerhalb der Blöcke wechselt die Aufgabe alle paar Minuten, weil die Aufmerksamkeit in diesem Alter schnell kippt.
Weniger oder mehr Kinder: Unter 6 Kindern: „Jeder für sich“ mit zwei Toren, Abschlussspiel 2 gegen 2 auf einem Feld. Über 12: zwei Felder für Ritter und Drachen und zwei Abschlussfelder, Hütchentore reichen.
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Diese Einheit wird in der App zum Plan mit Timer: jeder Block tauschbar, jede Zeit anpassbar, am Platz Block für Block geführt.
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Die Übungen im Einzelnen
1. Der Ball gehört mir
Die allererste Vertrautheit mit dem Ball, ohne Vorgabe, ohne richtig oder falsch.
Aufbau
- Freie Fläche von etwa 15 x 15 Metern.
- Jedes Kind holt sich einen Ball. Das Aussuchen gehört dazu.
Ablauf
- Erste Minuten: Die Kinder dürfen mit dem Ball machen, was sie wollen.
- Dann kleine Ideen einstreuen: "Könnt ihr den Ball mit der Nase antippen?"
- "Rollt den Ball mit dem Po!", "Tragt ihn auf dem Rücken!", "Legt euch drauf!"
- Zum Schluss: "Wer schafft es, den Ball nur mit den Füßen zu bewegen?"
„Das ist ab jetzt dein Ball. Der gehört dir. Mach mit ihm, was du willst! Rollen, tragen, drauf setzen: Probier einfach aus, was geht.“
Darauf achtest du: Nichts korrigieren. In dieser Phase gibt es kein Falsch. Selbst mitmachen und die verrücktesten Ideen vormachen. Kinder ahmen nach. Jede eigene Idee eines Kindes laut loben und die anderen nachmachen lassen.
2. Ampelspiel mit Ball
Umbau: Alle behalten ihren Ball, du hältst drei farbige Hütchen hoch: Grün dribbeln, Gelb langsam, Rot Fuß auf den Ball. Kein Aufbau.
Tempokontrolle beim Dribbeln und schnelle Reaktion auf ein Signal.
Aufbau
- Feld von etwa 15 x 15 Metern abstecken.
- Drei farbige Leibchen bereithalten: rot, gelb, grün. Notfalls die Farben nur rufen.
- Jedes Kind mit eigenem Ball.
Ablauf
- Grün: normal dribbeln.
- Gelb: ganz langsam dribbeln, wie in Zeitlupe.
- Rot: Ball sofort mit der Sohle stoppen und still stehen.
- Die Signale in unregelmäßigen Abständen wechseln.
„Ich bin die Ampel! Bei Grün dürft ihr losdribbeln. Bei Gelb ganz, ganz langsam. Und bei Rot: sofort anhalten, Fuß auf den Ball! Wer bei Rot noch rollt, muss einmal um sich selbst drehen.“
Darauf achtest du: Signal möglichst hochhalten statt nur rufen. Dann müssen die Kinder den Blick heben. Die Zeitlupe bei Gelb ist wertvoll: Langsam dribbeln ist schwerer als schnell. Keine Strafen für Fehler. Eine Drehung um sich selbst reicht als Spielelement.
3. Zaubertricks mit dem Ball
Umbau: Die Kinder bleiben mit ihrem Ball auf der Fläche stehen und rücken zu einem lockeren Kreis zusammen. Kein Material, kein Umbau.
Kreativität, Selbstvertrauen und ganz nebenbei sehr viele Ballkontakte.
Aufbau
- Die Gruppe steht locker im Kreis, jedes Kind mit Ball.
- Kein weiterer Aufbau.
Ablauf
- Du machst zwei einfache Tricks vor: Ball um den Körper, Ball auf den Fuß legen.
- Dann darf reihum jedes Kind einen eigenen Trick zeigen.
- Alle anderen machen den Trick gemeinsam nach.
- Jedes Kind kommt genau einmal dran, auch die schüchternen, aber ohne Zwang.
„Du bist jetzt Zauberer! Denk dir einen Trick mit dem Ball aus und zeig ihn uns. Und wir alle machen deinen Trick nach. Wer will anfangen?“
Darauf achtest du: Jeden Trick begeistert aufnehmen, egal wie einfach er ist. Schüchterne Kinder anbieten, den Trick zu zweit mit dir zu zeigen. Kein Kind zwingen. Wer nicht möchte, macht nur mit.
4. Ritter und Drachen
Umbau: Während die Kinder ihren letzten Trick zeigen, stellst du an einer Stirnseite zwei Hütchentore als Burg und markierst mit vier Hütchen die Drachenzone in der Mitte. Ein Kind bekommt das Drachenleibchen.
Dribbeln unter leichtem Druck und anschließender Abschluss, eingebettet in eine Geschichte.
Aufbau
- Feld von etwa 20 x 12 Metern.
- An einer Stirnseite die Startzone der Ritter, an der anderen zwei Minitore als Burg.
- In der Mitte eine Drachenzone von etwa 6 Metern Tiefe markieren.
Ablauf
- Die Ritter starten einzeln oder zu zweit mit Ball.
- Sie dribbeln durch die Drachenzone. Dort versucht der Drache, den Ball zu erobern.
- Wer durchkommt, schießt auf ein Minitor und darf jubeln.
- Nach zwei Minuten wird ein neuer Drache bestimmt.
„Ihr seid tapfere Ritter und müsst zur Burg da hinten. Aber Achtung: In der Mitte wohnt ein Drache, der euch den Ball klauen will! Kommt ihr an ihm vorbei? Dann schießt ihr auf die Burg!“
Darauf achtest du: Der Drache darf zu Beginn nur in seiner Zone bleiben. Das nimmt ängstlichen Kindern die Scheu. Jeden Durchbruch groß feiern. Die Drachenrolle rotieren lassen, sie ist begehrt.
5. Jeder für sich auf vier Tore
Umbau: Die Burgtore bleiben stehen, du drehst sie und stellst zwei weitere Hütchentore schräg ins Feld. Jedes Kind holt seinen Ball, es gibt keine Teams.
Maximale Anzahl an Torabschlüssen ohne jede taktische Anforderung.
Aufbau
- Feld von etwa 18 x 15 Metern.
- Vier Minitore frei verteilt aufstellen, in verschiedene Richtungen gedreht.
- Jedes Kind hat einen eigenen Ball.
Ablauf
- Alle dribbeln gleichzeitig und schießen in beliebige Tore.
- Nach jedem Tor holt das Kind seinen Ball und sucht sich das nächste.
- Dasselbe Tor darf nicht zweimal hintereinander benutzt werden.
- Nach zwei Minuten stoppen und die Kinder ihre Tore nennen lassen.
„Jeder hat einen eigenen Ball und darf in alle vier Tore schießen! Wie viele Tore schaffst du? Aber nie zweimal hintereinander in dasselbe: Such dir immer ein anderes.“
Darauf achtest du: Keine Teams bilden. Kinder dieses Alters spielen ohnehin noch nebeneinander statt miteinander. Jubeln lassen und mitzählen, aber keine Rangliste aufstellen. Tore so verteilen, dass immer eines in der Nähe ist.
6. Freies Abschlussspiel
Umbau: Die vier Tore bleiben, zwei davon tauschst du gegen die Minitore. Du teilst die Paare ein, indem du die Kinder abzählst, kein Wählen. Nach der Hälfte Teams neu mischen.
Spielfreude, Selbstwirksamkeit und ein gutes Gefühl beim Nachhausegehen.
Aufbau
- Ein oder zwei kleine Felder mit Minitoren.
- Teams zu zweit oder zu dritt bilden, möglichst schnell, ohne langes Wählen.
- Kein Torwart.
Ablauf
- Einfach spielen lassen.
- Ball ins Aus: neuer Ball von dir, ohne Unterbrechung.
- Alle drei Minuten die Teams neu mischen, damit keine festen Paarungen entstehen.
- Zum Schluss gemeinsam abklatschen, ohne Ergebnis zu verkünden.
„Jetzt spielen wir einfach. Ihr gegen ihr, Tore da und da. Los geht es, viel Spaß!“
Darauf achtest du: Praktisch gar nicht eingreifen. Das ist der Moment, auf den die Kinder warten. Teams niemals von Kindern wählen lassen, immer selbst einteilen. Kein Ergebnis verkünden. In dieser Altersklasse zählt das Spielen, nicht das Gewinnen.
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