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Fertige Einheit · A-Jugend

Torwart im 1 gegen 1

A-Jugend · 90 Minuten · Thema: Torwart: Duell, Standards, Kette

90Minuten
5Blöcke

Torwarttraining nah am Herrenfußball: das 1 gegen 1 gegen durchgebrochene Stürmer, der Raum hinter der hohen Abwehr, dann Ecken und Freistöße, bei denen der Torwart die Ordnung ansagt: Raum, Mann oder gemischt. Am Ende das 11 gegen 11 unter Wettkampfbedingungen, in dem der Torwart hörbar führt.

Tausche Blöcke, kürze Zeiten, pass die Gruppengrößen an deine Kinder an. In der App wird die Einheit zum frei änderbaren Plan.

Ablauf der Einheit

ZeitTrainingsteilÜbungDauer
0–15AnkommenAktivierung mit Ball und Signal15 min
15–30SchwerpunktTorwart im 1 gegen 115 min
30–45SpielformenTorwart hinter der hohen Kette15 min
45–65SpielformenStandards verteidigen: Raum, Mann oder gemischt20 min
65–90Abschlussspiel11 gegen 11 unter Wettkampfbedingungen25 min

Material: 10 Hütchen · 8 Leibchen · 2 Minitore · 2 große Tore · 4 Stangen · ein Ball je Kind · 6 Markierteller

Zwei Minitore reichen, zwei große Tore für die Parallelaufgaben.

Warum so aufgebaut

In der A entscheidet der Torwart Spiele mit dem Herauslaufen im 1 gegen 1 und mit der Organisation der Standards; beides wird hier zuerst isoliert und dann in Spielformen mit Konter und Wertung geübt. Die Feldspieler sind in jedem Block Angreifer, Kette oder Standardbesetzung, damit die Einheit für 16 Spieler Training bleibt.

Weniger oder mehr Kinder: Unter 14: keine Parallelaufgaben, Standards mit fünf Verteidigern, Abschluss 9 gegen 9. Über 18: Ersatz rotiert bei jedem Standard.

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Diese Einheit wird in der App zum Plan mit Timer: jeder Block tauschbar, jede Zeit anpassbar, am Platz Block für Block geführt.

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Die Übungen im Einzelnen

Wach werden mit Ball: Koordination, Fußgelenksarbeit und der erste Kontakt in einem Durchgang.

Aufbau

  1. Bahn von etwa 20 Metern: vier Stangen im Abstand von zwei Metern, danach drei Markierteller im Abstand von anderthalb Metern.
  2. Am Ende der Bahn steht ein Zuspieler seitlich versetzt, etwa vier Meter entfernt. Das ist der Spieler, der die Bahn gerade beendet hat.
  3. Zwei identische Bahnen nebeneinander aufbauen, wenn die Gruppe größer als zwölf ist.

Ablauf

  1. Ballführung mit beiden Fußflächen um die Stangen, Ball dabei nie weiter als einen Schritt weg.
  2. Am letzten Hütchen den Ball zum Zuspieler ablegen, dann die Markierteller mit einer Sprungserie überqueren: beidbeinig, einbeinig links, einbeinig rechts.
  3. Direkt nach der letzten Landung kommt das Zuspiel. Der Zuspieler ruft im Moment des Abspiels den Fuß, mit dem angenommen werden soll.
  4. Erster Kontakt in die freie Richtung, zweiter Kontakt Rückpass, dann ruhig zurücktraben. Sechs bis acht Durchgänge je Spieler.
So erklärst du es den Kindern

„Das ist euer Start in die Einheit. Ball eng an den Stangen, sauber und ruhig auf den Sprüngen landen, und beim Zuspiel hörst du erst im letzten Moment, welcher Fuß gilt. Wer die Landung schludert, riskiert eine Verletzung.“

Darauf achtest du: Auf die Landung schauen: Knie über dem Fuß, Hüfte stabil, kein Einknicken nach innen. Den Fuß erst ansagen, wenn der Ball unterwegs ist, sonst ist es reines Abspulen. Tempo steigern über die Durchgänge, nicht von der ersten Wiederholung an voll. Zuspieler nach der Hälfte tauschen, damit alle beide Rollen haben.

Umbau: Die Bahnen bleiben, am großen Tor: Torwart, Passgeber an der Mittellinie, Angreifer versetzt. Zwei Torhüter wechseln nach jeder Serie, Parallelgruppe am zweiten Tor.

Das 1 gegen 1 als Torwartsituation mit klarer Entscheidungslogik.

Für die Wartenden: Die vier Übrigen spielen am zweiten Tor Steilpässe zu zweit in den Lauf über 25 Meter und tauschen nach acht Minuten mit den Angreifern.

Zweiter Erwachsener: Zweiter Erwachsener oder ruhender Spieler spielt die Pässe, sonst coacht niemand.

Aufbau

  1. Tor mit Torwart, Passgeber an der Mittellinie, Angreifer starten versetzt.
  2. Bälle beim Passgeber.

Ablauf

  1. Steckpass in den Lauf, der Angreifer geht allein auf den Torwart zu.
  2. Der Torwart entscheidet nach Distanz und Ballkontrolle des Angreifers: herauslaufen oder abwarten.
  3. Zehn Aktionen, dann Torwart tauschen. Angreifer variieren Tempo und Abschlussmoment.
So erklärst du es den Kindern

„Der Stürmer kommt allein: Du hast zwei Optionen. Ist der Ball weit von seinem Fuß, gehst du raus und machst den Winkel eng. Hat er ihn eng, bleibst du und reagierst. Entscheide früh, dann konsequent.“

Darauf achtest du: Herauslaufen, wenn der Ball vom Fuß ist; bleiben, wenn er eng geführt wird. Beim Herauslaufen groß machen, nicht früh fallen. Angreifer sollen variieren, damit die Entscheidung echt bleibt.

Umbau: Dreiviertelfeld: Kette auf Mittellinienhöhe, Angreiferpaar auf Steilpässe, ein Verteidiger setzt nach. Der Torwart aus dem vorigen Block bleibt drin, der zweite wechselt zur Halbzeit.

Den Raum hinter der aufgerückten Kette beherrschen: Antizipation statt Linientorwart.

Für die Wartenden: Die zwei Übrigen sind zweites Angreiferpaar im Wechsel.

Zweiter Erwachsener: Zweiter Erwachsener oder ruhender Spieler spielt die Steilpässe, sonst coacht niemand.

Aufbau

  1. Dreiviertelfeld: Abwehrkette auf Höhe der Mittellinie, dahinter viel freier Raum bis zum Tor.
  2. Angreiferpaar startet auf die Steilpässe des Zuspielers, ein Verteidiger setzt nach.

Ablauf

  1. Ein Feldspieler oder ein zweiter Erwachsener spielt Steilpässe unterschiedlicher Länge hinter die Kette. Wer zuspielt, wechselt nach jeder Serie.
  2. Der Torwart entscheidet: ablaufen und mit dem Fuß klären, aufnehmen, oder zurückbleiben und den Winkel verkürzen.
  3. Klärt er außerhalb des Strafraums, zählt nur der kontrollierte Pass zum Mitspieler als gelöst.
  4. Nach jeder Situation kurz begründen lassen: Warum raus, warum geblieben?
So erklärst du es den Kindern

„Deine Kette spielt hoch, der halbe Platz hinter ihr gehört dir. Jeder lange Ball ist eine Frage: Kommst du zuerst hin? Dann raus und klären wie ein Feldspieler. Kommst du nicht zuerst, bleib und mach dich groß.“

Darauf achtest du: Die Startposition coachen: außerhalb des Fünfers, auf Ballhöhe mitverschieben. Die Entscheidung fällt beim Passmoment, nicht wenn der Ball fliegt: Antizipation vor Reaktion. Klärungen mit dem schwachen Fuß gezielt einbauen: Der lange Ball sucht sich die Seite nicht aus.

Umbau: Halbfeld, Minitore an der Mittellinie, Bälle an Eckfahne und seitlichem Freistoßpunkt. Sechs Verteidiger, sechs bis acht Angreifer, drei Serien: Raum, Mann, gemischt; der Torwart sagt die Ordnung an.

Drei Verteidigungsordnungen für Standards kennen, mit klaren Zuständigkeiten, und nach der Klärung umschalten.

Aufbau

  1. Halbfeld mit großem Tor und Torwart, zwei Minitore an der Mittellinie als Konterziel.
  2. Sechs Verteidiger mit Leibchen, sechs bis acht Angreifer, Bälle an der Eckfahne und am seitlichen Freistoßpunkt.
  3. Für die Raumdeckung fünf Hütchen im Fünfmeterraum und am Elfmeterpunkt: die Zonen, die besetzt werden.

Ablauf

  1. Runde Raum: Jeder Verteidiger hält seine Zone, zwei am ersten Pfosten, zwei zentral, einer am zweiten Pfosten, einer am Elfmeterpunkt. Der Ball wird angegriffen, wer in die Zone kommt, wird geklärt.
  2. Runde Mann: Jeder Verteidiger hat einen festen Gegenspieler und bleibt an ihm, egal wohin er läuft. Der Torwart organisiert, wer wen nimmt.
  3. Runde gemischt: Drei Zonenspieler sichern Fünfmeterraum und ersten Pfosten, drei Manndecker nehmen die kopfballstärksten Gegner, einer bleibt am Strafraumrand für den zweiten Ball.
  4. Nach jeder Klärung sofort umschalten: Der klärende Spieler oder der Torwart spielt auf den Konterspieler, Ziel sind die Minitore. Die Angreifer müssen den Konter verhindern.
So erklärst du es den Kindern

„Drei Arten, eine Ecke zu verteidigen. Raum: Jeder hat seinen Bereich und klärt alles, was reinkommt. Mann: Jeder hat seinen Gegner und klebt an ihm. Gemischt: Die besten Kopfballspieler des Gegners bekommen einen Bewacher, der Rest wird über Zonen abgedeckt. Und egal welche Ordnung: Ball geklärt heißt sofort nach vorne.“

Darauf achtest du: Vor jedem Standard laut organisieren: Der Torwart oder der Abwehrchef sagt die Ordnung und die Zuordnung an, dann ist Ruhe. In der Raumdeckung erst zum Ball, wenn er in die eigene Zone kommt. Wer sein Feld verlässt, reißt ein Loch. In der Manndeckung Blick auf Gegner und Ball halten, der Körper zwischen beiden. Umschalten nach der Klärung ist Teil des Standards, nicht das, was danach kommt.

Umbau: Großfeld, volle Regeln, ein Spieler pfeift. Vorgabe: Jeder Standard wird vom Torwart organisiert, Ersatz beobachtet, ob es hörbar ist.

Das Erlernte unter echten Bedingungen anwenden. Verantwortung liegt bei den Spielern.

Aufbau

  1. Großfeld, volle Regeln, ein Spieler oder Helfer pfeift.
  2. Jedes Team bekommt eine taktische Vorgabe, die das andere nicht kennt.

Ablauf

  1. Zwei Halbzeiten à 15 bis 20 Minuten.
  2. Der Trainer greift während des Spiels nicht ein, nur in der Halbzeit.
  3. Kapitäne coachen ihre Teams selbst.
  4. Nach dem Spiel kurze Auswertung: Wurde die Vorgabe umgesetzt?
So erklärst du es den Kindern

„Das ist euer Spiel. Ihr habt eine Aufgabe, die das andere Team nicht kennt. Kapitäne, ihr führt. Ich sage während des Spiels nichts. In der Halbzeit reden wir, danach wieder ihr.“

Darauf achtest du: Wirklich schweigen. Das ist ungewohnt, aber der Sinn. In der Halbzeit fragen: Was habt ihr beobachtet? Auswertung ohne Ergebnisfokus: Umsetzung zählt.

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