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Fertige Einheit · C-Jugend

Standards in beide Richtungen

C-Jugend · 60 Minuten · Thema: Standards vertiefen

60Minuten
5Blöcke
8–12Kinder

Ecke und Einwurf offensiv, die kurze Ecke als Spielform, klare Jobs beim Verteidigen: Standards werden hier als komplette Spielsituationen trainiert, offensiv wie defensiv.

Tausche Blöcke, kürze Zeiten, pass die Gruppengrößen an deine Kinder an. In der App wird die Einheit zum frei änderbaren Plan.

Ablauf der Einheit

ZeitTrainingsteilÜbungDauer
0–10AnkommenLaufschule nach 11+10 min
10–25SchwerpunktStandards: kurze Ecke und Einwurf15 min
25–35SpielformenKurze Ecke im 2 gegen 110 min
35–50SpielformenStandards verteidigen: jeder hat einen Job15 min
50–60AbschlussspielFreies Abschlussspiel
Variante: Bonusregel
10 min

Material: 8 Hütchen · 8 Leibchen · 2 Minitore · 1 großes Tor · ein Ball je Kind

Zwei Minitore reichen, zwei große Tore für parallele Gruppen sind hilfreich.

Warum so aufgebaut

Ab der C entscheiden Standards Spiele, und die meisten Mannschaften üben nur die eigene Ausführung; darum steht hier die defensive Organisation gleichberechtigt neben der offensiven. Die Laufschule am Anfang bringt Puls und Hüfte vor den ersten Standard, ohne Kraftduelle als Kaltstart.

Weniger oder mehr Kinder: Unter 14: Ecke und Einwurf mit einer Gruppe am Tor. Über 16: Ersatz rotiert bei jedem Standard.

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Diese Einheit wird in der App zum Plan mit Timer: jeder Block tauschbar, jede Zeit anpassbar, am Platz Block für Block geführt.

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Die Übungen im Einzelnen

Gelenke und Muskulatur systematisch auf Belastung vorbereiten und die Verletzungsanfälligkeit senken.

Aufbau

  1. Zwei parallele Hütchenbahnen von etwa 20 Metern, Abstand der Hütchen 3–4 Meter.
  2. Die Spieler verteilen sich paarweise auf die Bahnen.

Ablauf

  1. Runde 1: lockeres Anlaufen, an jedem Hütchen kurze Hüftdrehung nach außen, zurück im Traben.
  2. Runde 2: Hüftdrehung nach innen, danach Seitgalopp mit Partnerwechsel zwischen den Bahnen.
  3. Runde 3: An jedem Hütchen Schulterkontakt mit dem Partner: kontrolliert, beide bleiben stabil.
  4. Runde 4: Vorwärtssprint hin, rückwärts traben zurück; zum Schluss zwei Steigerungsläufe.
  5. Direkt anschließend beginnt der erste Ballblock. Nicht wieder abkühlen lassen.
So erklärst du es den Kindern

„Das ist unser Programm gegen Verletzungen. Profiteams wärmen sich genauso auf. Jede Runde hat eine Aufgabe am Hütchen. Sauber ist wichtiger als schnell: Knie bleiben über dem Fuß, Oberkörper ruhig.“

Darauf achtest du: Auf die Beinachse achten: Knie zeigt beim Abbremsen über die Fußspitze, nicht nach innen. Kontakte in Runde 3 sind kontrolliert. Wer schubst, statt sich zu lehnen, macht die Übung wertlos. Das Tempo steigt von Runde zu Runde; erst die letzten Läufe sind schnell.

Umbau: Die Laufbahnen bleiben liegen, die Hütchen daraus werden zum Eckpunkt und zum abgesteckten Strafraum am großen Tor. Drei Angreifer am Strafraumrand, Anspielpartner in Eckennähe, zwei Verteidiger; Einwurfstelle auf Strafraumhöhe.

Erste eigene Standardvarianten mit klaren Rollen: wenige Abläufe, dafür sicher.

Aufbau

  1. Tor mit Torwart, Eckpunkt mit Hütchen markiert, Strafraum mit Hütchen abgesteckt.
  2. Drei Angreifer am Strafraumrand, ein Anspielpartner in Eckennähe, zwei Verteidiger im Strafraum.
  3. Für den zweiten Teil eine Einwurfstelle etwa in Höhe des Strafraums an der Seitenlinie.

Ablauf

  1. Ecke kurz auf den Anspielpartner, der legt sofort in den Rückraum zurück.
  2. Aus dem Rückraum kommt der Ball flach und scharf an den Fünfmeterraum, die drei Angreifer laufen versetzt ein.
  3. Ablauf fünfmal von jeder Seite, danach die Rollen tauschen.
  4. Zweiter Teil: Einwurf mit drei festen Anspielmöglichkeiten (kurz zum Fuß, in den Lauf nach vorne, zurück auf den absichernden Spieler). Der Werfer ruft an, welche kommt.
So erklärst du es den Kindern

„Wir üben heute genau zwei Standards, mehr nicht. Dafür sollen die sitzen. Bei der Ecke geht der Ball kurz und kommt flach zurück in die Mitte, weil ein flacher scharfer Ball schwerer zu verteidigen ist als eine hohe Flanke. Beim Einwurf hat jeder von euch eine feste Anspielposition, und der Werfer sagt an, wohin er wirft.“

Darauf achtest du: Zwei Varianten reichen. Wer fünf Abläufe übt, kann am Ende keinen davon. Rollen namentlich klären, bevor der erste Ball rollt: Wer tritt, wer legt zurück, wer sichert ab. Bei der Hereingabe auf Härte achten: flach und scharf, nicht ausgerollt. Beim Einwurf immer einen Spieler zur Absicherung hinter dem Ball einplanen.

Umbau: Gleiches Tor, Bälle an der Eckfahne, ein Verteidiger sichert kurz, der Torwart bleibt drin. Die übrigen rotieren nach jeder Ecke ein, kein Umbau.

Die kurze Ecke als spielbare Alternative etablieren: Entscheidung statt Standardschlag.

Für die Wartenden: Die übrigen sechs spielen an der Seitenlinie Einwürfe auf einen Abnehmer und tauschen nach fünf Minuten ein.

Aufbau

  1. Halbfeld mit Tor und Torwart, Bälle liegen bereit an der Eckfahne.
  2. Ein Angreifer an der Ecke, ein zweiter bietet sich kurz an; ein Verteidiger sichert den kurzen Raum.

Ablauf

  1. Die Ecke wird kurz auf den entgegenkommenden Mitspieler gespielt.
  2. Die beiden Angreifer lösen das 2 gegen 1: Doppelpass, Dribbling oder Hereingabe auf den einlaufenden dritten.
  3. Jede Aktion endet mit Abschluss oder Ballverlust, dann rückt das nächste Trio nach.
  4. Positionen rotieren: Jeder spielt Ecke, kurze Station und Verteidiger.
So erklärst du es den Kindern

„Die Ecke muss nicht immer hoch reinfliegen. Spielt sie kurz und schon seid ihr zwei gegen einen! Löst die Situation zusammen. Und wenn der Verteidiger rauskommt, ist der Weg zur Mitte frei.“

Darauf achtest du: Das Timing des kurzen Anbietens coachen: erst losgehen, wenn der Ball liegt und der Schütze bereit ist. Nach dem ersten Pass sofort nachrücken: Das 2 gegen 1 lebt vom zweiten Angreifer. Den Blick vor der Hereingabe schulen: Wo ist die Lücke zwischen Verteidiger und Torwart?

Umbau: Gleicher Aufbau, an der Mittellinie zwei Minitore als Konterziel. Verteidiger in leichter Unterzahl, jeder mit angesagtem Job, eine Serie stumm.

Jedes Kind kennt bei gegnerischen Standards seine Aufgabe: Zuordnung statt Zuschauen.

Aufbau

  1. Halbfeld mit Tor und Torwart; an der Mittellinie zwei Minitore als Konterziele.
  2. Angreifer- und Verteidigerteam einteilen, Verteidiger in leichter Unterzahl.

Ablauf

  1. Vor jeder Ecke benennt das Verteidiger-Team laut die Aufgaben: kurzer Raum, Mitte, Rückraum.
  2. Der Angreifer führt die Ecke aus, es wird echt verteidigt.
  3. Nach Ballgewinn kontert die verteidigende Mannschaft sofort auf die Minitore.
  4. Nach fünf Ecken Rollen tauschen; auch Freistöße von halbrechts und halblinks einstreuen.
So erklärst du es den Kindern

„Bei der gegnerischen Ecke gibt es keine Zuschauer: Jeder von euch hat einen Job und sagt ihn vorher laut an. Und wenn ihr den Ball erobert: sofort los! Der Konter nach der Ecke ist die beste Torchance des Spiels.“

Darauf achtest du: Das laute Ansagen vor der Ecke ist Pflicht. Kommunikation ist hier der Trainingsinhalt. Zuordnung prüfen: Sieht jedes Kind Ball und Gegenspieler gleichzeitig? Den Konter konsequent ausspielen lassen: Er belohnt gutes Verteidigen sichtbar.

Umbau: Halbes Großfeld, beide Tore. Bonusregel: Jede Ecke wird kurz ausgeführt, ein Tor daraus zählt doppelt.

Das Training mit freiem Spiel beenden, jedes Mal, unabhängig von Material und Platz.

Aufbau

  1. Feld so groß wie der Platz hergibt. Faustregel: je Kind auf dem Feld etwa 5 x 5 Meter, also 25 x 20 Meter für 4 gegen 4, ein halbes Feld für 7 gegen 7.
  2. Tore an die Stirnseiten: große Tore mit Torwart, Minitore ohne Torwart oder je zwei Hütchen als Tor.
  3. Teams so bilden, dass die Kinderzahl passt: F-Jugend 3 bis 5 je Team, E-Jugend 5 bis 7, ab D auch größer.
  4. Bei mehr Kindern als zwei Teams: zwei Felder nebeneinander oder ein drittes Team, das nach je 4 Minuten einwechselt.

Ablauf

  1. Freies Spiel ohne besondere Regel: Einwurf oder Einrollen nach Wahl, kein Abseits im Kinderfußball.
  2. Bei großen Toren wechselt der Torwart alle 4 bis 5 Minuten, damit jedes Kind einmal ins Tor kommt.
  3. Durchspielen lassen. Unterbrechen nur bei Verletzung oder wenn ein Team hoffnungslos abgehängt ist. Dann Teams neu mischen.
  4. Die letzten zwei Minuten ansagen: „Nächstes Tor gewinnt" hält alle bis zum Schluss dabei.

Variante: Bonusregel

Eine Regel aus dem Hauptteil: Tor zählt doppelt nach Zuspiel, nach Dribbling am Gegner vorbei oder wenn alle Feldspieler in der gegnerischen Hälfte sind.

So erklärst du es den Kindern

„Zum Schluss spielen wir richtig Fußball: zwei Mannschaften, zwei Tore, kein Trainer dazwischen. Ihr entscheidet selbst. Los!“

Darauf achtest du: So wenig wie möglich coachen. Wenn überhaupt, dann kurz loben, was aus dem Hauptteil zu sehen ist. Teams ausgeglichen zusammensetzen und selbst einteilen, Kinder nie wählen lassen. Wenn ein Schwerpunkt aus dem Hauptteil wichtig war: eine einzige Bonusregel geben, zum Beispiel doppelte Tore nach einem Pass. Bei Hütchentoren zählt ein Tor nur unter Kniehöhe, sonst wird geschossen statt gespielt.

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