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Fertige Einheit · A-Jugend

Ihr führt das Training

A-Jugend · 90 Minuten · Thema: Spieler übernehmen

90Minuten
5Blöcke
16–16Kinder

Der Übergang zu den Herren: Spieler leiten die Aktivierung, rufen Standard-Codes und Systemwechsel, der Trainer beobachtet und schweigt im Abschlussspiel bewusst. Voraussetzung: Standard-Codes und beide Grundordnungen sind aus früheren Einheiten bekannt.

Tausche Blöcke, kürze Zeiten, pass die Gruppengrößen an deine Kinder an. In der App wird die Einheit zum frei änderbaren Plan.

Ablauf der Einheit

ZeitTrainingsteilÜbungDauer
0–15AnkommenSpielergeführtes Aufwärmen15 min
15–30SchwerpunktDirektspiel unter Druck15 min
30–50SpielformenStandards mit Codes20 min
50–70SpielformenSystemwechsel im laufenden Spiel20 min
70–90AbschlussspielSzenario-Spiel: Rückstand in der Schlussphase20 min

Material: 8 Hütchen · 8 Leibchen · 2 große Tore · ein Ball je Kind

Keine Minitore nötig, zwei große Tore, Großfeld.

Warum so aufgebaut

A-Junioren übernehmen Verantwortung nur, wenn das Training sie ihnen tatsächlich überträgt; darum führen Spieler das Aufwärmen, rufen die Codes und lösen den Systemwechsel selbst aus. Voraussetzung sind eingeübte Codes und zwei bekannte Grundordnungen, sonst bleibt der Block eine Ansage des Trainers.

Weniger oder mehr Kinder: Unter 16: Standards mit Codes als 6 gegen 6 im Halbfeld, Systemwechsel und Szenario als 9 gegen 9 mit 3-4-1 und 4-3-1. Über 22: Ersatz übernimmt Beobachtungsaufträge und rotiert.

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Diese Einheit wird in der App zum Plan mit Timer: jeder Block tauschbar, jede Zeit anpassbar, am Platz Block für Block geführt.

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Die Übungen im Einzelnen

Eigenverantwortung und ein Aufwärmen, das die Spieler auch ohne Trainer sauber durchführen können.

Aufbau

  1. Zwei Kapitäne oder wechselnde Spieler führen, das Protokoll ist bekannt und hängt aus.
  2. Fläche etwa 30 × 20 Meter.

Ablauf

  1. Block 1: Traben und Mobilität (Hüfte, Sprunggelenk, Oberkörper).
  2. Block 2: Aktivierung (Skippings, Anfersen, Seitschritte, kurze Sprünge).
  3. Block 3: drei bis vier progressive Antritte über 20 Meter.
  4. Block 4: Passen zu zweit mit steigendem Tempo, dann kurzes Rondo.
So erklärst du es den Kindern

„Ihr kennt das Protokoll, ihr leitet es. Ich schaue zu und sage nur etwas, wenn die Qualität kippt. Aufwärmen ist eure Vorbereitung. Wenn ihr das ohne mich könnt, könnt ihr es auch vor dem Spiel ohne mich.“

Darauf achtest du: Nur eingreifen, wenn die Ausführung schludert. Führung rotieren lassen: Jeder soll das Protokoll ansagen können. Nach zwei Wochen abfragen: Wer kennt die Reihenfolge auswendig?

Umbau: Die Kapitäne beenden das Protokoll, die Raute 12 × 12 steht schon am Rand; zwei Rauten für 16, ein halbaktiver Verteidiger je Raute. Du sagst nichts, die Kapitäne teilen ein.

Direktspiel als Werkzeug gegen Pressing, nur möglich, wenn die Vororientierung stimmt.

Aufbau

  1. Raute mit etwa 12 Metern Seitenlänge, ein Spieler je Ecke, zwei am Start.
  2. Ein Verteidiger in der Mitte, halbaktiv.

Ablauf

  1. Der Ball läuft mit einem Kontakt durch die Raute, im Wechsel im und gegen den Uhrzeigersinn.
  2. Der Verteidiger stört den, der als Nächstes bekommt. Der muss vor der Annahme schauen und mit einem Kontakt weiterspielen.
  3. Nach zwei Minuten Richtungswechsel, nach vier Minuten Verteidiger tauschen.
So erklärst du es den Kindern

„Ein Kontakt, mehr nicht. Bevor der Ball zu dir kommt, weißt du schon, wohin er weitergeht. Deshalb schaust du vorher. Der Verteidiger stört genau den, der nicht geschaut hat. Direktspiel ist Kopfsache.“

Darauf achtest du: Vororientierung: Blick vor der Annahme, Körper offen zur nächsten Station. Passschärfe hoch, sonst kommt der Verteidiger dazwischen. Verteidiger halbaktiv, damit die Störung real, aber lösbar bleibt.

Umbau: Großfeld, beide Teams stellen sich für Standards auf. Die Codes sind vorher belegt; ein Team ruft, du beobachtest nur, ob sie unter Druck funktionieren.

Standards eigenverantwortlich ansagen und ausführen: die Vorstufe zum Herrenfußball.

Aufbau

  1. Großes Spielfeld für ein Abschlussspiel in Wettkampfform.
  2. Vorab hat jedes Team drei Varianten je Standardtyp mit eigenen Codes belegt.

Ablauf

  1. Freies Spiel; jeder Standard wird von den Spielern selbst per Code angesagt und organisiert.
  2. Der Trainer greift nicht ein, auch nicht bei schlechter Wahl; ausgewertet wird danach.
  3. Ein Beobachter je Team notiert: Welcher Code, wie ausgeführt, was kam heraus?
  4. Auswertung durch die Spieler selbst: Welche Codes behalten wir, welche fliegen raus?
So erklärst du es den Kindern

„Eure Standards, eure Codes, eure Verantwortung. Ihr sagt an, ihr organisiert, ihr entscheidet. Ich schaue nur zu und halte den Mund. Nach dem Spiel wertet ihr selbst aus, was bleibt und was fliegt.“

Darauf achtest du: Das Schweigen durchhalten: Die Eigenverantwortung ist der Trainingsinhalt, nicht die perfekte Ecke. Die Beobachterrolle rotieren lassen: Analysieren lernen gehört zum Übergang in den Herrenbereich. In der Auswertung nur moderieren; die Entscheidungen über die Codes treffen die Spieler.

Umbau: Gleiches Feld, beide Teams starten im 4-3-3. Signal und Wechsel sind mit den Kapitänen abgesprochen, nicht mit dir.

Flexibilität zwischen zwei Systemen und die Kommunikation, die dafür nötig ist.

Aufbau

  1. Großfeld, beide Teams starten im 4-3-3.
  2. Vorher festlegen: Welches Signal, welcher Wechsel, wer rückt wohin.

Ablauf

  1. Freies Spiel. Der Kapitän ruft auf eigene Entscheidung den Wechsel aus.
  2. Das Team stellt im laufenden Spiel um, niemand hält an.
  3. Nach fünf Minuten zurück ins Ausgangssystem, dann Rollen tauschen.
  4. Auswertung: Wie lange hat die Umstellung gedauert, wo war die Lücke?
So erklärst du es den Kindern

„Ihr spielt 4-3-3. Wenn der Kapitän ruft, geht ihr ins 4-4-2 gegen den Ball, ohne Stopp, im Laufen. Jeder weiß, wohin er rückt. Wer nicht sicher ist, fragt laut. Genau das passiert im Spiel, wenn wir zurückliegen oder führen.“

Darauf achtest du: Vorher jedem seine Position in beiden Systemen klarmachen. Der Wechsel wird laut kommuniziert und bestätigt. Auf die Lücke während der Umstellung achten: Dort liegt das Risiko.

Umbau: Gleiches Feld, Uhr sichtbar. Szenario ansagen: 0:1, zwölf Minuten. Danach schweigst du bis zum Abpfiff.

Verhalten in Drucksituationen: Risiko dosieren, Ruhe bewahren, als Team entscheiden.

Aufbau

  1. Großfeld, volle Regeln, sichtbare Uhr.
  2. Szenario ansagen: Spielstand, Restzeit, Bedeutung.

Ablauf

  1. Zwölf Minuten Spiel aus dem Szenario heraus.
  2. Der Trainer schweigt, die Kapitäne führen.
  3. Danach Rollen tauschen und das Gegenteil spielen: Führung halten.
  4. Auswertung mit den Spielern: Was hat unter Druck funktioniert?
So erklärst du es den Kindern

„Ihr liegt 0:1 zurück, zwölf Minuten noch. Genau das wird euch passieren. Und dann entscheidet nicht, wer besser kickt, sondern wer ruhig bleibt und zusammen spielt. Kapitäne, es ist euer Spiel.“

Darauf achtest du: Szenario realistisch machen: Uhr sichtbar, Stand angesagt. Auf Risikodosierung achten: Nicht alles nach vorne, Restverteidigung bleibt. Beide Rollen spielen lassen: Führung halten ist genauso schwer.

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