Farben-Dribbling
Alle dribbeln frei im Feld. Auf Zuruf einer Farbe müssen die Kinder zum passenden Hütchen dribbeln und dort eine kleine Aufgabe erfüllen.
- Ziel
- Ballführung mit hochgenommenem Blick und schnelle Reaktion auf ein Signal von außen.
- Dauer
- 6–12 Minuten
- Kinder
- 6–18
- Material
- 4 Hütchen in verschiedenen Farben, 1 Ball je Kind
- Platz
- kleines Feld (20 × 20 m) · Halle, Rasen, Kunstrasen, Asche
- Phase
- Ankommen & Aufwärmen
Aufbau
- Feld von etwa 20 x 20 Metern abstecken.
- In jede Ecke ein Hütchen in einer anderen Farbe stellen.
- Jedes Kind holt sich einen Ball.
Ablauf
- Die Kinder dribbeln frei durch das Feld.
- Du rufst eine Farbe – alle dribbeln so schnell wie möglich zum passenden Hütchen.
- Am Hütchen wird eine kurze Aufgabe erledigt: einmal um das Hütchen herum, Sohlenrolle, Ball einmal hochheben.
- Danach geht es sofort weiter mit freiem Dribbeln.
So erklärst du es den Kindern
„Ich rufe gleich eine Farbe. Dann dribbelt ihr so schnell ihr könnt zu dem Hütchen mit genau dieser Farbe. Aber Achtung: nicht rennen und den Ball vergessen – der Ball muss immer mit!"
Darauf achtest du
- Auf den Blick achten: Wer den Kopf hebt, erkennt Lücken und stößt nicht mit anderen zusammen.
- Aufgaben am Hütchen kurz halten, damit keine Traube entsteht.
- Nicht auf Zeit werten – es geht nicht ums Gewinnen, sondern um saubere Ballführung.
Typische Stolpersteine
- Zu viele Regeln auf einmal erklären: Erst dribbeln lassen, Aufgaben später ergänzen.
- Kinder ausscheiden lassen, die zuletzt ankommen – das reduziert genau bei den Kindern die Ballkontakte, die sie am meisten brauchen.
Varianten
Zahlen statt Farben · Schwerer
Statt Farben Zahlen zurufen. Die Kinder müssen sich merken, welche Zahl zu welchem Hütchen gehört – das erhöht die kognitive Anforderung deutlich.
Stumme Ansage · Schwerer
Du hältst schweigend ein farbiges Leibchen hoch, statt zu rufen. Die Kinder müssen den Blick regelmäßig heben, um das Signal überhaupt zu sehen.
Ohne Zusatzaufgabe · Leichter
Nur zum Hütchen dribbeln und stoppen. Für Gruppen, die mit der Ballführung noch stark beschäftigt sind.
Warum diese Übung wirkt
Die Übung koppelt Ballführung an einen externen Reiz und zwingt die Kinder, den Blick vom Ball zu lösen. Damit trainiert sie Wahrnehmung und Technik gleichzeitig, statt Technik isoliert zu drillen – das entspricht der Empfehlung, Koordination über vielfältige Bewegungsaufgaben statt über Leitern zu schulen.
Quellen
- Goldenes Lernalter der Vielseitigkeit – DFB (Trainermedium)
- DFB-Ausbildungskonzeption, F-Junioren – DFB-Akademie (Verbands-Konzeption)
Trainingsplan in zwei Minuten
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