Sohlenzieher und Ausfallschritt
Zwei weitere Grundfinten: der Ball wird mit der Sohle seitlich weggezogen, oder ein deutlicher Ausfallschritt täuscht die Richtung an.
- Ziel
- Ein zweites und drittes Werkzeug für das 1-gegen-1, damit nicht jede Situation gleich gelöst wird.
- Dauer
- 8–14 Minuten
- Kinder
- 4–18
- Material
- 1 Ball je Kind, 10 Hütchen
- Platz
- kleines Feld (18 × 12 m) · Halle, Rasen, Kunstrasen
- Phase
- Technik-Teil
Aufbau
- Mehrere kurze Bahnen mit je einem Hütchen als gedachtem Gegner.
- Jedes Kind mit eigenem Ball, höchstens drei Kinder je Bahn.
Ablauf
- Sohlenzieher: Ball mit der Sohle quer vor dem Körper zur Seite ziehen, dann mit dem Außenrist beschleunigen.
- Ausfallschritt: großer Schritt neben den Ball, Oberkörper täuscht die Richtung an, dann in die Gegenrichtung.
- Beide Finten je zehnmal pro Seite am Hütchen üben.
- Zum Abschluss: freie Wahl – jedes Kind entscheidet, welche Finte es einsetzt.
So erklärst du es den Kindern
„Zwei neue Tricks. Beim ersten ziehst du den Ball mit der Sohle einfach zur Seite weg. Beim zweiten machst du einen großen Schritt und tust so, als gingst du nach links – und dann geht es rechts weiter. Der Gegner soll dir glauben!"
Darauf achtest du
- Die Täuschung muss groß und deutlich sein, sonst fällt niemand darauf herein.
- Nach jeder Finte sofort beschleunigen.
- Am Ende bewusst die freie Wahl anbieten: Entscheiden ist Teil des Lernens.
Typische Stolpersteine
- Mehr als zwei Finten in einer Einheit einführen – das überfordert.
- Die Finte ohne anschließenden Tempowechsel üben.
Varianten
Fintenwahl per Signal · Schwerer
Du zeigst kurz vor dem Hütchen an, welche Finte gefordert ist. Bringt eine Entscheidung hinein.
Gegen echten Gegner · Schwerer
Statt des Hütchens ein halbaktiver Verteidiger.
Finten-Doppel · Schwerer
Zwei Finten direkt hintereinander – Sohlenzieher nach rechts, Ausfallschritt nach links – bevor es vorbeigeht.
Warum diese Übung wirkt
Wer nur eine Finte kennt, wird im Spiel schnell ausgerechnet. Zwei bis drei sicher beherrschte Bewegungen reichen für die E-Jugend völlig aus – wichtiger als die Anzahl ist, dass jede mit einem echten Tempowechsel endet.
Quellen
- Erstes goldenes Lernalter (9 bis 12 Jahre) – fussballtraining.com (Trainermedium)
- Prinzip der maximalen Ballkontakte – DFB, 2024 (Verbands-Konzeption)
Trainingsplan in zwei Minuten
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