Dribbelstraße mit Toren
Im Feld stehen viele kleine Hütchentore. Die Kinder dribbeln frei umher und sammeln Punkte, indem sie durch möglichst viele verschiedene Tore dribbeln.
- Ziel
- Enge Ballführung mit vielen Richtungswechseln und selbstständiger Entscheidung, wohin es als Nächstes geht.
- Dauer
- 8–12 Minuten
- Kinder
- 4–16
- Material
- 16 bis 20 Hütchen für 8 bis 10 Tore, 1 Ball je Kind
- Platz
- kleines Feld (20 × 20 m) · Halle, Rasen, Kunstrasen, Asche
- Phase
- Ankommen & Aufwärmen, Technik-Teil
Aufbau
- Feld von etwa 20 x 20 Metern abstecken.
- Im Feld 8 bis 10 kleine Tore aus je zwei Hütchen aufbauen, etwa 1,5 Meter breit.
- Die Tore unregelmäßig und in unterschiedlichen Winkeln verteilen, nicht in Reih und Glied.
Ablauf
- Jedes Kind dribbelt mit eigenem Ball durch das Feld.
- Für jedes durchdribbelte Tor gibt es einen Punkt.
- Dasselbe Tor darf nicht zweimal hintereinander genutzt werden.
- Nach 90 Sekunden stoppen und die Kinder ihre Punkte nennen lassen.
- Zwei bis drei Durchgänge, dazwischen kurze Trinkpause.
So erklärst du es den Kindern
„Überall stehen kleine Tore. Dribbelt durch so viele wie ihr schafft – jedes Tor ist ein Punkt. Aber: nie zweimal hintereinander durch dasselbe Tor, sonst wäre es ja zu einfach. Auf los geht es los!"
Darauf achtest du
- Auf enge Ballführung achten – der Ball sollte bei jedem Schritt in Reichweite bleiben.
- Kinder loben, die den Kopf heben und sich das nächste Tor schon vorher aussuchen.
- Beide Füße einfordern, sobald die Grundform sitzt.
Typische Stolpersteine
- Tore in einer Reihe aufstellen: Dann entsteht ein Parcours mit Wartereihe statt freier Entscheidung.
- Punkte zu wichtig nehmen – Hetzen führt zu unsauberer Ballführung.
Varianten
Nur schwacher Fuß · Schwerer
Ein Durchgang, in dem nur mit dem schwächeren Fuß gedribbelt werden darf. Punkte zählen doppelt.
Mit Gegenspieler · Schwerer
Zwei Kinder ohne Ball versuchen, Bälle zu erobern. Aus der Technikübung wird eine Spielform mit Druck.
Breitere Tore · Leichter
Tore auf 2,5 Meter verbreitern und die Anzahl erhöhen, damit auch unsichere Kinder viele Erfolge sammeln.
Warum diese Übung wirkt
Anders als ein fester Dribbelparcours lässt diese Form die Kinder selbst entscheiden, wohin sie dribbeln. Dadurch entstehen ständige Richtungswechsel und Blickwechsel statt eines auswendig gelernten Bewegungsablaufs – und es gibt keine Wartereihe.
Quellen
- DFB-Ausbildungskonzeption, F-Junioren – DFB-Akademie (Verbands-Konzeption)
- Prinzip der maximalen Ballkontakte – DFB, 2024 (Verbands-Konzeption)
Trainingsplan in zwei Minuten
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