Spiel mit Anspielpunkten
An den Außenseiten stehen neutrale Kinder, die beide Teams anspielen dürfen. Sie geben den Ball direkt zurück und schaffen dauerhaft freie Anspielstationen.
- Ziel
- Den Blick für die freie Anspielstation entwickeln und lernen, den Ball zu behaupten statt ihn zu verlieren.
- Dauer
- 12–20 Minuten
- Kinder
- 8–16
- Material
- 2 Minitore, 6 Hütchen, Bälle, Leibchen in drei Farben
- Platz
- mittleres Feld (24 × 20 m) · Halle, Rasen, Kunstrasen, Asche
- Phase
- Spielformen
Aufbau
- Feld von etwa 24 x 18 Metern markieren.
- An jeder Längsseite stehen zwei neutrale Kinder außerhalb des Feldes.
- Im Feld spielen zwei Teams zu je drei Kindern.
- Neutrale Kinder tragen eine dritte Leibchenfarbe.
Ablauf
- Es wird 3 gegen 3 auf die Minitore gespielt.
- Die neutralen Außenkinder dürfen von beiden Teams angespielt werden.
- Sie spielen den Ball direkt zurück und dürfen das Feld nicht betreten.
- Alle drei Minuten tauschen die Außenkinder mit Feldspielern.
So erklärst du es den Kindern
„An den Seiten stehen Helfer. Die gehören zu beiden Mannschaften – ihr dürft sie immer anspielen und bekommt den Ball sofort zurück. Wenn ihr also nicht weiterwisst: Schaut nach außen, da steht immer jemand frei!"
Darauf achtest du
- Kinder ermutigen, den Außenspieler zu nutzen, statt den Ball im Gedränge zu verlieren.
- Die Außenkinder anhalten, sich anzubieten und zu rufen.
- Rotation einhalten – außen zu stehen ist weniger attraktiv, deshalb regelmäßig tauschen.
Typische Stolpersteine
- Außenkinder zu lange draußen lassen: Sie bekommen deutlich weniger Ballkontakte.
- Zu viele neutrale Spieler – dann wird kaum noch im Feld gespielt.
Varianten
Nur zwei Anspielpunkte · Schwerer
Je ein neutrales Kind pro Seite. Die Anspielstation muss aktiver gesucht werden.
Außen mit zwei Kontakten · Leichter
Die Außenkinder dürfen den Ball annehmen und dann zurückspielen. Nimmt Zeitdruck heraus.
Anspielpunkt als Tor · Variante
Ein erfolgreiches Anspiel plus Rückpass zählt als halber Punkt. Belohnt das Ausweichen nach außen.
Warum diese Übung wirkt
Die neutralen Außenspieler garantieren, dass immer eine freie Anspielstation existiert. Damit wird das Suchen nach dem freien Mitspieler belohnt statt bestraft – Kinder, die sonst den Ball nur wegschlagen, entwickeln so ein Gefühl für Alternativen.
Quellen
- DFB-Kinderfußball-Reform – DFB, 2024 (Verbands-Konzeption)
- DFB-Ausbildungskonzeption, F-Junioren – DFB-Akademie (Verbands-Konzeption)
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