Intervallspiel 2 gegen 2 auf vier Tore
Kurze, volle Intervalle im 2 gegen 2 auf vier Minitore. 90 Sekunden ohne Unterbrechung, dann Wechsel – und die Entscheidungen sollen auch im letzten Intervall noch stimmen.
- Ziel
- Ausdauer mit Ball: intensiv laufen und trotzdem sauber verteidigen und entscheiden.
- Dauer
- 15–22 Minuten
- Kinder
- 8–20
- Material
- 4 Minitore, Hütchen, viele Bälle am Feldrand, Leibchen
- Platz
- mittleres Feld (26 × 20 m) · Rasen, Kunstrasen
- Phase
- Spielformen
Aufbau
- Feld von etwa 26 × 20 Metern, an jeder Schmalseite zwei Minitore mit acht Metern Abstand.
- Bälle liegen an beiden Längsseiten bereit, damit nach jedem Aus sofort weitergespielt wird.
- Vier bis fünf Paare bilden, die sich nach jedem Intervall abwechseln.
Ablauf
- Zwei Paare spielen 90 Sekunden gegeneinander, jedes Paar verteidigt zwei Tore und greift zwei an.
- Ball im Aus heißt sofort neuer Ball vom Rand – es gibt keine Unterbrechung und keine Einwürfe.
- Nach 90 Sekunden verlassen beide Paare das Feld, zwei frische Paare starten sofort. Pause ergibt sich aus der Wartezeit.
- Vier bis sechs Intervalle je Paar, die Torbilanz jedes Paars wird laut mitgezählt.
So erklärst du es den Kindern
„Neunzig Sekunden, zwei gegen zwei, vier Tore – kein Stehenbleiben, kein Diskutieren, Ball im Aus heißt sofort neuer Ball. Ihr werdet müde, das ist der Punkt. Genau dann fällt die Entscheidung, ob du den Weg zurück noch gehst und ob dein Zweikampf noch sauber ist. Und redet miteinander: Zu zweit verteidigt man nur mit Ansage."
Darauf achtest du
- Nicht auf Tempo coachen, sondern auf Qualität im müden Zustand: Stellung des verteidigenden Spielers, Abstand zum Partner.
- Auf das Umschalten achten: Wer den Ball verliert, hat zwei Tore ungeschützt im Rücken.
- Zeiten hart einhalten – 90 Sekunden sind 90 Sekunden, sonst geht der Intervallcharakter verloren.
- Wenn die Fehlerquote im dritten Intervall stark steigt, lieber ein Intervall streichen als schlechte Gewohnheiten trainieren.
Typische Stolpersteine
- Zu lange Intervalle: Ab zwei Minuten sinkt das Tempo und es wird zur Dauerbelastung.
- Zu wenige Ersatzbälle – jede Suchpause zerstört den Reiz.
- Feld zu groß, dann wird es Laufen statt Zweikampf.
Varianten
Mit Torhütern · Variante
Zwei Großtore statt vier Minitoren, dazu Torhüter. Der Abschluss wird anspruchsvoller, die Wege länger.
3 gegen 3 · Mehr Kinder
Feld auf 32 × 24 Meter vergrößern und in Dreiergruppen spielen. Etwas weniger Intensität pro Kopf.
Kürzere Intervalle · Leichter
60 Sekunden statt 90, dafür ein Durchgang mehr. Guter Einstieg in der Vorbereitung.
Warum diese Übung wirkt
Ausdauer im Fußball ist keine Dauerleistung, sondern die Fähigkeit, nach vielen intensiven Aktionen noch handlungsfähig zu sein. Das Intervall im 2 gegen 2 bildet genau das ab und hält dabei die Netto-Spielzeit und die Zahl der Ballkontakte hoch, statt sie in Läufen ohne Ball zu verbrauchen. Für den Übergang in den Herrenbereich ist der müde Zweikampf die realistischere Prüfung als der ausgeruhte.
Quellen
- DFB-Ausbildungskonzeption: Leistungstraining (B- und A-Junioren) – DFB-Akademie (Verbands-Konzeption)
- DFB-Trainingsphilosophie: Intensität und Netto-Spielzeit – DFB-Akademie (Verbands-Konzeption)
- Prinzip der maximalen Ballkontakte – DFB, 2024 (Verbands-Konzeption)
Trainingsplan in zwei Minuten
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