Flügelduell mit Flanke und Abschluss
Auf der Außenbahn läuft ein echtes 1 gegen 1. Gelingt die Flanke, entscheidet im Strafraum ein 2 gegen 2 – der Verteidiger außen weiß also genau, was sein Fehler kostet.
- Ziel
- Das Flügelduell in beide Richtungen: durchsetzen und flanken, oder außen zustellen und verhindern.
- Dauer
- 15–25 Minuten
- Kinder
- 10–20
- Material
- 1 Großtor mit Torwart, Hütchen für die Flügelzonen, viele Bälle, Leibchen
- Platz
- großes Feld (34 × 26 m) · Rasen, Kunstrasen
- Phase
- Spielformen
Aufbau
- Halbfeld mit einem Großtor und Torwart, links und rechts je eine Flügelzone von etwa 13 × 6 Metern mit Hütchen markiert.
- Im Strafraum stehen zwei Angreifer und zwei Verteidiger, in der Flügelzone ein Angreifer und ein Verteidiger.
- Ersatzbälle am Zoneneingang, damit sofort die nächste Aktion startet.
Ablauf
- Der Außenspieler startet mit Ball an der Zonengrenze, der Verteidiger stellt sich ihm.
- Der Angreifer versucht, in die Flankenposition zu kommen: außen durch, innen andribbeln oder mit einem kurzen Rückzieher den Weg öffnen.
- Kommt die Flanke, läuft im Strafraum ein 2 gegen 2 bis zum Abschluss oder zur Klärung.
- Gewinnt der Außenverteidiger den Ball, spielt er auf einen Anspielpunkt am Mittelkreis – auch das zählt als Erfolg.
- Nach jeder Aktion wechselt die Seite, die Rollen rotieren nach vier Aktionen.
So erklärst du es den Kindern
„Außen ist es ein ehrliches Duell: Der Angreifer will die Flanke, der Verteidiger will sie verhindern. Als Verteidiger stellst du die Innenseite zu und zwingst ihn nach außen, aber du steigst nicht blind ein – hinter dir warten zwei Angreifer im Strafraum. Als Flankengeber schau kurz auf, bevor du schlägst: flach vors Tor oder hoch an den zweiten Pfosten sind zwei verschiedene Bälle."
Darauf achtest du
- Verteidiger: Stellung schräg, Innenseite zu, Abstand halten und den Absprung erst setzen, wenn der Ball vom Fuß weg ist.
- Angreifer: Tempo wechseln statt nur schnell laufen – der Verteidiger wird durch den Rhythmuswechsel geschlagen, nicht durch reine Geschwindigkeit.
- Vor der Flanke einmal aufschauen und die Laufwege im Strafraum lesen.
- Im Strafraum die Zuordnung laut ansagen lassen, sonst laufen beide Verteidiger auf denselben Ball.
Typische Stolpersteine
- Flügelzone zu breit – dann wird das Duell zum Wettlauf statt zum Zweikampf.
- Keine Konsequenz nach Ballgewinn: Ohne Anspielpunkt verteidigt niemand mit Absicht nach vorne.
- Immer dieselbe Seite, dadurch fehlt der Zweikampf mit dem schwächeren Fuß.
Varianten
Mit Hinterlaufen · Schwerer
Ein zweiter Angreifer darf die Zone hinterlaufen – der Verteidiger muss zwischen Ball und Laufweg entscheiden.
Flanke frei · Leichter
Der Verteidiger begleitet nur halbaktiv. Sinnvoll, wenn die Flankenqualität noch schwankt.
Beide Seiten gleichzeitig · Mehr Kinder
Auf beiden Flügeln parallel starten, im Strafraum entsteht ein 4 gegen 4 mit zwei Flanken.
Warum diese Übung wirkt
Das Duell auf dem Flügel ist eine der wenigen Situationen, die im Spiel regelmäßig als sauberes 1 gegen 1 auftreten – und im Herrenbereich wird sie deutlich härter geführt. Weil die Flanke hier eine echte Folge hat, verteidigt der Außenspieler mit Absicht statt nur zu begleiten, und der Angreifer sucht nicht das Kunststück, sondern die verwertbare Hereingabe. Beide Seiten des Zweikampfs werden im selben Ablauf trainiert.
Quellen
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