Schweinchen in der Mitte
Vier Kinder im Quadrat spielen sich den Ball zu, ein Kind in der Mitte versucht ihn zu erobern. Wer den Ball verliert, geht in die Mitte.
- Ziel
- Zuspiele unter leichtem Gegnerdruck und ständiges Anbieten in der offenen Passlinie.
- Dauer
- 8–14 Minuten
- Kinder
- 5–15
- Material
- 4 Hütchen je Gruppe, 1 Ball je Gruppe
- Platz
- kleines Feld (10 × 10 m) · Halle, Rasen, Kunstrasen, Asche
- Phase
- Technik-Teil
Aufbau
- Quadrat von etwa 8 x 8 Metern markieren.
- Vier Kinder an den Ecken, ein Kind in der Mitte.
- Mehrere Quadrate parallel, damit alle gleichzeitig spielen.
Ablauf
- Die vier Außenkinder passen sich den Ball flach zu.
- Das Kind in der Mitte versucht, den Ball zu erobern oder zu berühren.
- Gelingt das, tauscht es mit dem Kind, das den Fehler gemacht hat.
- Die Außenkinder dürfen sich auf ihrer Seite bewegen, um die Passlinie zu öffnen.
So erklärst du es den Kindern
„Vier von euch außen, einer in der Mitte. Ihr außen spielt euch den Ball zu, der in der Mitte will ihn haben. Wenn er ihn kriegt, tauscht ihr. Wichtig: Ihr dürft euch bewegen, damit euer Mitspieler euch anspielen kann!"
Darauf achtest du
- Flach mit der Innenseite spielen und den Ball fest genug spielen.
- Die Außenkinder zur seitlichen Bewegung anhalten – wer starr auf der Ecke klebt, ist leicht zuzustellen.
- Das Kind in der Mitte höchstens 90 Sekunden dort lassen, sonst entsteht Frust.
Typische Stolpersteine
- Quadrat zu klein: Das Kind in der Mitte erobert sofort und kommt nie heraus.
- Kinder in der Mitte vergessen: Wenn ein Kind nicht herauskommt, aktiv tauschen.
Varianten
Zwei in der Mitte · Schwerer
Bei sechs Kindern zwei in die Mitte stellen. Die Passwege müssen dann bewusster gewählt werden.
Größeres Quadrat · Leichter
Auf 10 x 10 Meter vergrößern. Die Außenkinder haben mehr Zeit für Annahme und Zuspiel.
Direktspiel-Bonus · Schwerer
Ein direkt gespielter Pass zählt doppelt. Kein Zwang – nur ein Anreiz, damit die Vorbereitung stimmt.
Warum diese Übung wirkt
Eine der wenigen klassischen Formen, die schon in der F-Jugend funktioniert, weil sie klein, überschaubar und ständig in Bewegung ist. Wichtig ist der Verzicht auf Kontaktbegrenzungen: Vorgaben wie "nur zwei Kontakte" überfordern in diesem Alter und reduzieren die Ballkontakte.
Quellen
- DFB-Ausbildungskonzeption, F-Junioren – DFB-Akademie (Verbands-Konzeption)
- Prinzip der maximalen Ballkontakte – DFB, 2024 (Verbands-Konzeption)
Trainingsplan in zwei Minuten
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