Flankenspiel mit Außenzonen
Spielform 5 gegen 5 mit zwei Außenzonen, die nur der Angreifer betreten darf. Tore zählen nur nach einer Hereingabe aus einer dieser Zonen.
- Ziel
- Angriffe über außen zu Ende spielen: Verlagern, Hereingabe, versetzte Läufe in den Strafraum.
- Dauer
- 15–20 Minuten
- Kinder
- 10–18
- Material
- 2 Tore, Hütchen und Markierteller für die Zonen, viele Bälle, Leibchen
- Platz
- großes Feld (45 × 32 m) · Rasen, Kunstrasen
- Phase
- Spielformen
Aufbau
- Feld etwa 45 × 32 Meter mit zwei Toren und Torhütern.
- An beiden Längsseiten eine Außenzone von rund 5 Metern Breite mit Markiertellern abstecken.
- Zwei Teams zu je vier Feldspielern plus Torwart.
Ablauf
- Freies Spiel im Zentrum. Betritt ein Angreifer eine Außenzone, darf er dort nicht angegriffen werden.
- Ein Tor zählt nur, wenn der letzte Pass eine Hereingabe aus einer Außenzone war.
- In der Zone hat der Spieler höchstens drei Kontakte, dann muss die Hereingabe kommen.
- Nach der Hereingabe läuft das Spiel normal weiter, auch bei Abpraller oder Klärungsversuch.
- Alle fünf Minuten Pause, Torhüter tauschen, Zonenbreite bei Bedarf anpassen.
So erklärst du es den Kindern
„Tore gibt es hier nur nach einer Hereingabe von außen. In der Außenzone stört dich keiner – aber du hast nur drei Kontakte, dann muss der Ball rein. Und ihr in der Mitte: lauft versetzt ein, einer kurz, einer lang, keiner bleibt stehen."
Darauf achtest du
- Verlagern belohnen: Ist eine Seite dicht, gehört der Ball auf die andere.
- Hereingaben flach oder halbhoch – das ist die Variante, die in diesem Alter ankommt.
- Im Strafraum drei Anlaufpunkte besetzen: kurzer Pfosten, langer Pfosten, Rücklage am Sechzehner.
- Beidfüßig fordern: links flankt links, rechts flankt rechts, und beide Seiten kommen dran.
Typische Stolpersteine
- Außenzonen zu breit – dann steht der Flankengeber zu weit weg und die Hereingabe wird zufällig.
- Ohne Kontaktlimit trödelt der Außenspieler, und die Läufe in der Mitte laufen ins Leere.
- Hohe Bälle prämieren. Was niemand verwerten kann, hilft niemandem.
Varianten
Neutraler Außenspieler · Leichter
Je ein neutraler Spieler pro Außenzone spielt immer für die Mannschaft am Ball – die Hereingabe kommt öfter.
Verteidiger darf nach · Schwerer
Ein Verteidiger darf in die Außenzone nachrücken. Die Hereingabe muss dann früher kommen.
Auch Rücklage zählt · Variante
Der Pass aus der Zone zurück an den Strafraumrand zählt ebenfalls als Hereingabe.
Warum diese Übung wirkt
Im 9:9 ist das Feld erstmals breit genug, dass Angriffe über außen wirklich lohnen. Die Zonenregel erzwingt genau diesen Weg, ohne das Spiel zu zerschneiden: Verlagerung, Hereingabe und Strafraumbesetzung entstehen aus dem Spiel heraus statt in einer Reihenübung – und jeder Spieler kommt auf beide Seiten.
Quellen
- D-Junioren: Ende des goldenen Lernalters – DFB (training-service.fussball.de) (Trainermedium)
- DFB-Ausbildungskonzeption: Aufbautraining (D- und C-Junioren) – DFB (training-service.fussball.de) (Verbands-Konzeption)
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