Umgang mit den Kindern
Frust beim Verlieren
Gilt für F-Jugend, E-Jugend · 1 Min Lesezeit. Auch in der Nachwuchscoach-App, dort passend zur eingestellten Altersklasse.
Kinder zwischen sieben und zehn wollen gewinnen, mit ganzem Herzen. Tränen und Wut nach einer Niederlage sind deshalb kein schlechtes Zeichen, sondern zeigen, dass ihnen das Spiel etwas bedeutet. Deine Aufgabe ist nicht, den Ehrgeiz kleinzureden, sondern dem Frust einen Rahmen zu geben.
Der Rahmen beginnt bei dir. Kinder lesen nach dem Schlusspfiff zuerst dein Gesicht: Wer als Trainer schimpft oder die Schultern hängen lässt, macht die Niederlage groß. Ein festes Ritual hilft, etwa Abklatschen bei beiden Mannschaften und ein gemeinsamer Kreis mit einer Frage wie „was war heute euer bester Moment?". So endet jedes Spiel gleich, egal wie es ausging.
Benenne nach Niederlagen konkret den Einsatz statt zu trösten. „Ihr habt bis zum Ende weiterverteidigt" trägt weiter als „ist doch nicht schlimm", denn es stimmt und die Kinder wissen es. Der Kinderfußball ist bewusst so gebaut, dass Ergebnisse wenig zählen: keine Tabellen, dafür viele Ballaktionen für jedes Kind. Diese Haltung darfst du sichtbar vorleben.
Einzelne Kinder mit sehr kurzer Zündschnur brauchen einen stillen Ausweg: kurz rausgehen dürfen, Trinkpause, dann zurück ins Spiel. Wie bei den Tränen gilt auch hier, nichts vor der Gruppe zu verhandeln.
Quellen
- DFB-Kinderfußball-Reform – DFB, 2024 (Verbands-Konzeption)
- DFB-Praxistipps für Kindertrainer – DFB (training-service.fussball.de) (Trainermedium)
- Prinzip der maximalen Ballkontakte – DFB, 2024 (Verbands-Konzeption)
Mehr für F-Jugend, E-Jugend
Trainingsplan in zwei Minuten
Der Nachwuchscoach baut aus 264 Übungen die passende Einheit für deine Altersklasse – mit Timer für den Platz.
Kostenlos ausprobierenOhne Anmeldung nutzbar · keine Werbung