Einstudierte Freistoß-Varianten
Kleingruppen entwickeln je zwei eigene Freistoß-Varianten aus dem Halbfeld – Klatschenlassen, Hinterlaufen, verlagern – studieren sie ein und testen sie gegen echte Verteidigung.
- Ziel
- Standards als einstudierte Gruppenaktion mit klaren Rollen – und als eigene Idee der Spieler.
- Dauer
- 15–20 Minuten
- Kinder
- 8–16
- Material
- Großes Tor mit Torwart, Bälle, Leibchen, Stangen für die Mauer
- Platz
- mittleres Feld (30 × 25 m) · Rasen, Kunstrasen
- Phase
- Spielformen
Aufbau
- Halbfeld mit Tor und Torwart, Freistoßpositionen halbrechts und halblinks markieren.
- Gruppen von drei bis vier Spielern bilden.
Ablauf
- Jede Gruppe entwickelt zehn Minuten lang zwei Varianten: eine direkte und eine gespielte.
- Jede Variante bekommt einen unauffälligen Namen als Ansage.
- Einstudieren ohne Gegner, dann Test gegen Mauer, Torwart und zwei Verteidiger.
- Zum Abschluss stellt jede Gruppe ihre beste Variante allen vor.
So erklärst du es den Kindern
„Ihr baut euer eigenes Freistoß-Repertoire: zwei Varianten, die nur ihr kennt, mit Geheimnamen. Beim Test zählt, ob sie gegen echte Gegner funktioniert – danach zeigt ihr sie dem Rest."
Darauf achtest du
- Nur eingreifen, wenn eine Variante physikalisch nicht funktionieren kann – die Ideen gehören den Spielern.
- Auf klare Rollen achten: Wer täuscht an, wer spielt, wer läuft ein, wer sichert ab.
- Die Ansage-Namen ernst nehmen – sie sind die Vorstufe der Codes im Erwachsenenbereich.
Typische Stolpersteine
- Fertige Profi-Varianten vorgeben – auswendig gelernte fremde Ideen zerfallen unter Druck.
- Die Restverteidigung vergessen: Auch bei der eigenen Variante bleibt jemand hinten.
Varianten
Varianten-Duell · Variante
Zwei Gruppen treten an: fünf Freistöße pro Team, die Verteidiger kennen die Varianten nicht.
Mit Anstoß-Varianten · Schwerer
Zusätzlich eine einstudierte Anstoß-Variante entwickeln – derselbe Gedanke, andere Situation.
Varianten-Gedächtnis · Variante
Im nächsten Training ohne Vorbereitung abrufen: Welche Gruppe hat ihre Varianten noch im Kopf?
Warum diese Übung wirkt
Einstudierte Standard-Varianten mit klaren Rollen gehören zum Leistungstraining – und selbst entwickelte Lösungen werden unter Druck stabiler abgerufen als vorgegebene. Der Weg über eigene Namen bereitet auf die Standard-Codes des Erwachsenenfußballs vor.
Quellen
- DFB: Standards trainieren – DFB (fussball.de) (Trainermedium)
- DFB-Ausbildungskonzeption: Leistungstraining (B- und A-Junioren) – DFB-Akademie (Verbands-Konzeption)
Trainingsplan in zwei Minuten
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