Ballschule: kleine Aufgaben
Eine Reihe kurzer Aufgaben mit Ball, je 30 bis 90 Sekunden, ohne jeden Aufbau – von Sohlenrollen über Hochwerfen bis Kopf-hoch-Dribbling.
- Ziel
- Ankommen mit möglichst vielen Ballkontakten, statt mit einem Aufwärmprogramm für Erwachsene.
- Dauer
- 5–15 Minuten
- Kinder
- 1–24
- Material
- Möglichst ein Ball je Kind; für einzelne Aufgaben ein paar Hütchen
- Platz
- kleines Feld (24 × 16 m) · Halle, Rasen, Kunstrasen, Asche
- Phase
- Ankommen & Aufwärmen
Aufbau
- Freie Fläche, die Kinder verteilen sich mit Abstand – jedes Kind mit Ball.
- Kein weiterer Aufbau nötig. Die Reihe läuft am Stück durch.
Ablauf
- Du sagst eine Aufgabe an, die Kinder machen sie 30 bis 90 Sekunden.
- Direkt danach die nächste Aufgabe – ohne Sammeln, ohne lange Erklärung.
- Leichte Aufgaben zuerst, danach die schwierigeren.
- Wer eine Aufgabe sicher kann, bekommt die Steigerung dazu.
So erklärst du es den Kindern
„Jeder holt sich einen Ball und sucht sich einen Platz. Ich sage euch immer eine kleine Aufgabe – die machen wir kurz, dann kommt die nächste. Los geht es!"
Darauf achtest du
- Kurz ansagen, sofort machen lassen. Jede Sekunde Erklärung ist eine Sekunde ohne Ball.
- Nicht korrigieren, sondern steigern: Wer es kann, macht es schneller, höher oder mit dem schwächeren Fuß.
- Alle machen gleichzeitig – niemand wartet in einer Reihe.
- Bei Unruhe hilft eine Zählaufgabe mehr als eine Ermahnung.
Typische Stolpersteine
- Ein Aufwärmprogramm wie bei Erwachsenen durchziehen – Kinder brauchen das nicht.
- Zu lange bei einer Aufgabe bleiben; nach spätestens 90 Sekunden wird es zäh.
- Nacheinander vormachen lassen: Das kostet Ballkontakte, die genau hier entstehen sollen.
Varianten
Ohne Ball · Variante
Ballsack vergessen? Die Aufgaben aus „Wach werden ohne Ball" reichen für den Einstieg.
Als Wettbewerb · Schwerer
Jede Aufgabe zählen lassen und die eigene Zahl im nächsten Durchgang schlagen.
Kürzer · Leichter
Drei Aufgaben statt fünf, dafür jede zweimal – jüngere Kinder brauchen Wiederholung.
Warum diese Übung wirkt
Kinder zwischen sechs und zwölf brauchen kein systematisches Aufwärmen wie Erwachsene: Ihre Muskulatur ist schnell betriebsbereit, das Verletzungsrisiko gering. Sinnvoll ist eine kurze Aktivierung mit maximaler Zahl an Ballkontakten – in einer Viertelstunde sind mehrere hundert Ballaktionen je Kind möglich. Genau diese Menge ist im Grundlagenbereich der entscheidende Faktor für die Technikentwicklung.
Quellen
- Prinzip der maximalen Ballkontakte – DFB, 2024 (Verbands-Konzeption)
- Goldenes Lernalter der Vielseitigkeit – DFB (Trainermedium)
- DFB-Ausbildungskonzeption, F-Junioren – DFB-Akademie (Verbands-Konzeption)
Trainingsplan in zwei Minuten
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