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Fußballübung · B-Jugend, A-Jugend

Verlagern und absichern

Spielform 8 gegen 8 auf große Tore mit zwei Außenzonen. Ein Treffer nach vorbereitetem Seitenwechsel zählt doppelt, und die Restverteidigung muss trotzdem stehen.

Spiel Mannschaftstaktik B-JugendA-Jugend
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15–25Minuten
12–20Kinder
44 × 30Meter
AußenzoneAußenzoneverlagern, hinten absichernTWTW
So erklärst du es den Kindern

„Wenn der Gegner auf einer Seite steht, ist die andere Seite frei, aber nur so lange, wie ihr braucht, um den Ball dorthin zu bringen. Also erst den Gegner ziehen, dann verlagern. Und ihr zwei hinten geht nicht mit nach vorne: Wenn wir den Ball verlieren, seid ihr der Grund, dass daraus kein Gegentor wird.“

Ziel
Den Seitenwechsel als Mittel gegen den verschobenen Gegner nutzen, ohne die eigene Absicherung aufzugeben.
Dauer
15–25 Minuten
Kinder
12–20
Material
2 große Tore, 10 Hütchen, Markierteller für die Außenzonen, Leibchen, Bälle
Platz
großes Feld (44 × 30 m) · Rasen, Kunstrasen
Trainingsteil
Spielformen, Abschlussspiel
Art
Spielform: angeleitetes Spielen mit Gegner, Richtung und Entscheidungen
Spielmoment
Angreifen, Verteidigen, Umschalten

Aufbau

  1. Feld von etwa 44 × 30 Metern mit zwei großen Toren und Torhütern.
  2. Beide Außenzonen von je 14 Metern Breite mit Markiertellern kennzeichnen.
  3. Je Mannschaft zwei Spieler als feste Absicherung benennen, die bei eigenem Ballbesitz hinten bleiben.

Ablauf

  1. Freies Spiel 8 gegen 8 mit Torhütern.
  2. Ein Tor zählt doppelt, wenn der Angriff vorher einmal von der einen Außenzone in die andere verlagert wurde.
  3. Die Verlagerung darf über einen hohen Ball oder über mehrere Stationen laufen, nur nicht über die eigene Grundlinie zurück.
  4. Bei Ballverlust macht die Absicherung sofort die Tiefe zu; ein Gegentor nach Konter zählt ebenfalls doppelt.
  5. Alle sechs Minuten kurze Pause, dabei die Absicherungsrollen tauschen.

Darauf achtest du

  • Vor der Verlagerung den Gegner bewusst auf eine Seite ziehen: Ohne Druck lohnt der Seitenwechsel nicht.
  • Der Ball wechselt schneller die Seite als jeder Spieler: flach und scharf durch die Mitte oder mit einem hohen Ball über die Kette.
  • Auf der ballfernen Seite Breite und Höhe halten, sonst ist dort niemand anspielbar.
  • Die Absicherung laut coachen lassen: Restverteidigung ist vor allem Kommunikation.

Typische Stolpersteine

  • Verlagerung als Selbstzweck: Querpässe ohne vorherigen Druck bringen nichts und werden abgefangen.
  • Die Absicherung wird beim eigenen Angriff vergessen: Dann fehlt genau der Inhalt, den die Form trainieren soll.
  • Feld zu schmal: Ohne echte Breite gibt es keinen Seitenwechsel, sondern nur Querpässe.

Varianten

Kontaktlimit in der Mitte · Schwerer

Im mittleren Feldabschnitt höchstens zwei Kontakte. Die Verlagerung muss schneller laufen.

Dritter Absicherer · Leichter

Drei statt zwei Spieler in der Restverteidigung, der Konter gelingt seltener.

Punkt für die Zone · Variante

Schon Ballbesitz in beiden Außenzonen innerhalb eines Angriffs gibt einen Punkt, auch ohne Tor.

Warum diese Übung wirkt

Im 11:11 verschiebt jede geordnete Mannschaft ballorientiert. Der Seitenwechsel ist die Antwort darauf und gehört ins Leistungstraining. Er öffnet allerdings die eigene Ordnung, deshalb wird die Restverteidigung in derselben Form mittrainiert und nicht getrennt geübt. Die doppelte Wertung auf beiden Seiten macht diesen Zusammenhang für die Mannschaft sichtbar.

Quellen

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