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Fußballübung · A-Jugend

Verlagern und dabei abgesichert bleiben

Spiel auf zwei Großtore mit zwei Außenzonen: Ein Angriff zählt doppelt, wenn er über eine Verlagerung von Zone zu Zone entstanden ist, und nur, wenn die Absicherung dabei gestanden hat.

Spiel Mannschaftstaktik A-Jugend
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18–28Minuten
14–22Kinder
40 × 30Meter
Zone linksZone rechtsverlagern, aber abgesichertAbsicherung
So erklärst du es den Kindern

„Verlagern heißt nicht, den Ball einmal quer zu schlagen. Verlagern heißt: Ihr zieht den Gegner auf eine Seite und macht die andere groß. Der letzte Ball ist nur die Belohnung dafür. Und zwei von euch bleiben immer hinten. Wer das vergisst, kassiert den Konter, und das doppelte Tor ist wieder weg. Regelt untereinander, wer absichert, ich sage es euch nicht.“

Ziel
Die Seite wechseln, ohne die Ordnung dahinter aufzugeben.
Dauer
18–28 Minuten
Kinder
14–22
Material
2 Großtore mit Torhütern, Hütchen für die Außenzonen, Bälle, Leibchen
Platz
großes Feld (40 × 30 m) · Rasen, Kunstrasen
Trainingsteil
Spielformen
Art
Spielform: angeleitetes Spielen mit Gegner, Richtung und Entscheidungen
Spielmoment
Angreifen, Verteidigen, Umschalten

Aufbau

  1. Feld von etwa 40 × 30 Metern mit zwei Großtoren und Torhütern.
  2. Links und rechts je eine Außenzone von zehn Metern Breite über die volle Länge markieren.
  3. Zwei Mannschaften zu je sechs bis acht Feldspielern, Grundordnung des Wochenendes verwenden.

Ablauf

  1. Freies Spiel auf die beiden Großtore.
  2. Ein Tor zählt doppelt, wenn der Ball vor dem Abschluss von der einen Außenzone in die andere verlagert wurde, über höchstens drei Kontakte im Zentrum oder mit einem langen Ball.
  3. Zwei Spieler der ballbesitzenden Mannschaft müssen während des Angriffs hinter dem Ball bleiben und dürfen die eigene Hälfte nicht verlassen. Fehlt die Absicherung, zählt der Treffer einfach.
  4. Nach Ballverlust hat die absichernde Gruppe die erste Aufgabe: verzögern, den Konter außen leiten, bis die Mannschaft zurück ist.
  5. Drei Durchgänge von sechs bis acht Minuten mit kurzen Pausen zum Besprechen.

Darauf achtest du

  • Vor der Verlagerung fragen: Ist der Gegner wirklich verschoben? Ein zu früher Seitenwechsel geht ins Leere.
  • Der Spieler auf der ballfernen Seite steht offen und hoch, sonst kommt der Ball nicht an.
  • Die Absicherung soll sich selbst zuordnen und die Zuständigkeit laut ansagen.
  • Nach Ballverlust auf die erste Reaktion achten: verzögern statt hinterherlaufen.

Typische Stolpersteine

  • Feld zu schmal, dann gibt es nichts zu verlagern.
  • Absicherung als Standposition missverstanden. Sie muss mitschieben, nicht abwarten.
  • Zu viele Regeln gleichzeitig: erst die Verlagerung einführen, in Durchgang zwei die Absicherung ergänzen.

Varianten

Nur ein Absicherer · Schwerer

Nur ein Spieler bleibt hinten. Der Konterdruck steigt deutlich, das Risiko wird spürbar.

Ohne Kontaktbegrenzung · Leichter

Beliebig viele Kontakte im Zentrum: Die Verlagerung gelingt öfter, das Muster wird sichtbar.

Kontertore · Variante

Statt eines zweiten Großtors zwei Minitore für die verteidigende Mannschaft. Der Umschaltmoment wird wichtiger.

Warum diese Übung wirkt

Spielverlagerung und Restverteidigung sind zwei Seiten derselben Entscheidung: Wer die Seite wechselt, öffnet den eigenen Rücken. Im Leistungstraining werden Spielsysteme und das Verhalten darin geschult, und die Verknüpfung beider Regeln zwingt die Mannschaft dazu, Risiko und Absicherung gemeinsam zu denken. Dass die Spieler die Absicherung selbst regeln müssen, ist der Punkt für die A-Jugend. Im Herrenbereich organisiert sich eine Mannschaft auf dem Platz selbst.

Quellen

Begriffe zu dieser Übung

  • Restverteidigung
    Die Absicherung hinter dem eigenen Angriff für den Fall, dass der Ball verloren geht.

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