Flanke nach Verlagerung
Angriffsform auf einer Feldhälfte: Der Ball wird zuerst auf eine Seite gespielt, dann verlagert – und erst der Außenspieler auf der freien Seite darf flanken.
- Ziel
- Flanken aus dem Spiel heraus erarbeiten, statt sie aus dem Stand zu üben.
- Dauer
- 15–20 Minuten
- Kinder
- 10–18
- Material
- 1 großes Tor mit Torwart, Hütchen, Markierteller, viele Bälle, Leibchen
- Platz
- großes Feld (50 × 34 m) · Rasen, Kunstrasen
- Phase
- Spielformen
Aufbau
- Feldhälfte von etwa 50 × 34 Metern mit Tor und Torwart.
- Auf jeder Längsseite eine gut vier Meter breite Außenbahn mit Markiertellern abstecken.
- Sechs Angreifer, davon zwei in den Außenbahnen, gegen vier Verteidiger und den Torwart.
Ablauf
- Der Angriff startet immer vom eigenen Aufbauspieler in der Mitte, der zunächst auf eine Außenbahn spielt.
- Die Verteidiger dürfen zu dieser Seite verschieben und dort auch die Außenbahn betreten.
- Geflankt werden darf erst, nachdem der Ball die Seite gewechselt hat – die Verlagerung ist Pflicht.
- Drei Angreifer besetzen kurzen Pfosten, langen Pfosten und Rückraum, der Abschluss kommt direkt oder mit einem Kontakt.
- Nach acht Angriffen Rollen tauschen.
So erklärst du es den Kindern
„Erst die eine Seite bespielen, damit die Gegner dorthin schieben – dann kommt der Wechsel auf die freie Seite. Erst dort darf geflankt werden. Wer flankt, hebt vorher einmal den Kopf und schaut, welcher der drei Läufe frei ist. Und ihr drei vorne: kurzer Pfosten, langer Pfosten, Rückraum – nie zu zweit an denselben Punkt."
Darauf achtest du
- Die Verlagerung muss den Gegner wirklich verschoben haben, sonst ist sie nur ein Querpass.
- Der Flankengeber braucht einen Kontakt zum Aufrichten, bevor er den Ball hereinbringt.
- Flache und halbhohe Flanken ausdrücklich zulassen – die hohe Flanke ist nicht automatisch die bessere.
- Läufe versetzt starten, erst wenn der Flankengeber den Kopf hebt.
Typische Stolpersteine
- Feld zu schmal – dann gibt es keine freie Seite und die Verlagerung wird zur Formsache.
- Der Rückraum bleibt unbesetzt, dadurch geht jeder zweite Ball verloren.
- Zu wenig Bälle bereit, dann steht die Form nach jedem Angriff still.
Varianten
Verteidiger dürfen kontern · Schwerer
Nach Ballgewinn dürfen die Verteidiger auf zwei Minitore an der Mittellinie kontern – die Restverteidigung wird zum Thema.
Außenbahnen frei · Leichter
Die Verteidiger dürfen die Außenbahnen nicht betreten, dadurch gelingt die Flanke sicherer.
Nur zwei Angreifer im Strafraum · Weniger Kinder
Kurzer Pfosten und Rückraum werden besetzt, der lange Pfosten bleibt frei – die Flanke muss genauer kommen.
Warum diese Übung wirkt
Flanken misslingen im Spiel selten an der Technik, sondern daran, dass der Flankengeber unter Druck steht. Die Pflichtverlagerung stellt genau die Situation her, in der die Flanke funktioniert: eine Seite ist überladen, die andere frei. Damit verbindet die Form zwei Themen der C-Jugend – Verlagern auf dem Großfeld und die Besetzung des Strafraums.
Quellen
- C-Junioren: Kombinationsspiel und Pubertät – DFB (training-service.fussball.de) (Trainermedium)
- DFB-Ausbildungskonzeption: Leistungstraining (B- und A-Junioren) – DFB-Akademie (Verbands-Konzeption)
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