Flanken und ruhende Bälle in den Strafraum
Drei feste Hereingaben im Wechsel: Flanke aus vollem Lauf, halbhohe Hereingabe vom Strafraumeck und Freistoßflanke aus dem Halbfeld – mit denselben drei Laufwegen im Strafraum.
- Ziel
- Flanken und Standardflanken so verabreden, dass Ballart und Laufweg zueinander passen.
- Dauer
- 15–22 Minuten
- Kinder
- 8–20
- Material
- 1 Großtor mit Torwart, Hütchen als Flankenmarken, viele Bälle, Leibchen
- Platz
- großes Feld (36 × 28 m) · Rasen, Kunstrasen
- Phase
- Technik-Teil
Aufbau
- Halbfeld mit Großtor und Torwart, Strafraum markiert oder vorhanden.
- Je eine Flankenmarke auf beiden Seiten am Strafraumeck, ein weiterer Ballplatz für den Freistoß etwa 25 Meter vor dem Tor halbrechts.
- Drei Abschlussspieler im Strafraum, zwei Verteidiger als Störgrößen, Rest an den Flankenpositionen.
Ablauf
- Runde 1: Flanke aus vollem Lauf. Der Flankengeber startet zehn Meter vor der Marke und schlägt den Ball im Laufen.
- Runde 2: halbhohe, scharfe Hereingabe vom Strafraumeck in den Raum zwischen Torwart und Abwehr.
- Runde 3: Freistoßflanke aus dem Halbfeld – ruhender Ball, abgesprochenes Zeichen, dieselben drei Laufwege.
- Die drei Laufwege bleiben in allen Runden gleich: kurzer Pfosten, Elfmeterpunkt, zweiter Pfosten. Der Ball bestimmt, wer ihn bekommt.
- Nach je acht Hereingaben Seite und Rollen wechseln.
So erklärst du es den Kindern
„Die drei Wege im Strafraum ändern sich nie: kurzer Pfosten, Elfmeterpunkt, zweiter Pfosten. Was sich ändert, ist der Ball – und ihr entscheidet nach dem Ball, wer angreift und wer wartet. Beim Freistoß gilt dasselbe, nur habt ihr da Zeit, euch vorher anzuschauen. Startet spät und schnell, nicht früh und langsam."
Darauf achtest du
- Vor der Flanke aufschauen: Ein Blick reicht, um flach oder hoch zu entscheiden.
- Die Laufwege spät starten – wer zu früh losläuft, steht beim Ankommen des Balls schon.
- Beim Kopfball auf saubere Technik achten: Augen auf, aus dem Rumpf arbeiten, Stirn zum Ball. Serien kurz halten.
- Beim Freistoß Zeichen und Ballart vorher verabreden und laut wiederholen lassen.
Typische Stolpersteine
- Zu viele Kopfbälle am Stück – kurze Serien mit Pausen sind hier Pflicht.
- Flanken ohne Verteidiger: Dann stimmt die Ballhöhe im Spiel nie.
- Ständig wechselnde Laufwege, dadurch entsteht keine Verabredung, sondern Zufall.
Varianten
Mit Gegenspielern in Gleichzahl · Schwerer
Drei gegen drei im Strafraum plus Torwart – der Ball muss dann wirklich in den Raum, nicht auf den Kopf.
Ecke statt Freistoß · Variante
Runde 3 als Ecke, kurz und lang ausgeführt, mit derselben Verabredung im Strafraum.
Ohne Verteidiger · Leichter
Erst nur Flankengeber und Abschlussspieler, bis Ballart und Timing sitzen.
Warum diese Übung wirkt
Im Leistungstraining brauchen Kombination vor dem Strafraum und das Timing von Pass und Lauf viel Wiederholung – Flanken und Standardflanken sind dabei dieselbe Aufgabe mit unterschiedlichem Zeitfenster. Wenn Laufwege verabredet und über alle drei Ballarten identisch bleiben, entsteht ein Muster, das im Spiel abrufbar ist. Ruhende Bälle sind zudem im Herrenbereich ein messbar großer Anteil der Tore und rechtfertigen eigene Trainingszeit.
Quellen
- DFB-Ausbildungskonzeption: Leistungstraining (B- und A-Junioren) – DFB-Akademie (Verbands-Konzeption)
- DFB-Trainingsphilosophie: Intensität und Netto-Spielzeit – DFB-Akademie (Verbands-Konzeption)
Trainingsplan in zwei Minuten
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